Paytrioten-Report 2020: Alles was Sie über den Stand der alternativen Medienszene wissen müssen – #GutePatrioten

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Zusammenfassung

In den sozialen Medien hat sich eine Szene aus voll­zeit­be­schäf­tigten Medi­en­ma­chern („Paytrioten/Geldpatrioten”) gebildet, welche durch umfang­reiche Zuwen­dungen ihrer Follower („Spen­den­schafe”) ihren gewöhn­lichen Lebens­un­terhalt bestreitet, ihre Follower/Abonnenten aber im Glauben lässt, die Zuwen­dungen würden für eine höhere „Sache” einge­setzt. Dieses Modell bedroht durch diesen Wider­spruch die Glaub­wür­digkeit der rechts­kon­ser­va­tiven Bewegung in Deutschland und muss deshalb trans­parent gemacht und die Medi­en­macher für ihre Verspre­chungen konse­quent in die Verant­wortung genommen werden. Dazu listet der Payt­rioten-Report 2020 konkrete Forde­rungen auf (#Gute­Pa­trioten), welche bei Umsetzung die rechts­kon­ser­vative Bewegung in Deutschland stärken und vor allem in Bezug auf die bevor­ste­hende Bundes­tagswahl 2021 glaub­wür­diger erscheinen lassen werden.

Ausgangssituation: Rechtskonservative Onlinebewegung

Auf YouTube und auf anderen Platt­formen hat sich in den letzten Jahren eine hete­rogene, alter­native Szene aus patrio­ti­schen, rechts­kon­ser­va­tiven, rechts­li­be­ralen bis hin zu rechts­ra­di­kalen und verschwö­rungs­theo­re­ti­schen Medi­en­ma­chern und ihren Followern gebildet. Die Über­gänge sind fließend und die einzelnen Kanäle selber ändern den Schwer­punkt ihrer Inhalte im Laufe der Zeit, meist da es vielen an einem ideo­lo­gi­schen Grund­konzept fehlt und sie nur tages­po­li­tisch reagieren (dazu weiter unten). Im Folgenden wird diese Szene, inklusive der Follower, unter dem Sammel­be­griff „Bewegung” bezeichnet. Was all diesen Kanälen grund­sätzlich gemein ist, ist die Ablehnung der gegen­wär­tigen Regierung sowie zumeist eine scharfe Abgrenzung zu links­po­li­ti­schen Inhalten. Eine Unter­stützung der AfD ist nur in Teilen erkennbar und teil­weise wird diese auch klar abge­lehnt (etwa diffa­mierend als „System­partei”, „kontrol­lierte Oppo­sition”, etc.).

Bekannte Mitglieder der Szene sind etwa:

  • Oliver Flesch
  • Thomas Grabinger (Digi­taler Chronist)
  • Carsten Jahn
  • Radio Deutschland Eins
  • Hagen Grell
  • Heiko Schrang
  • Sven Liebich
  • Niklas Lotz
  • Michael Stür­zen­berger

Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: Nicht alle der Genannten fallen unter den Begriff der „Payt­rioten”. Viele der Genannten grenzen sich auch unter­ein­ander scharf vonein­ander ab. Das ist zum Teil berechtigt, weil die Inhalte und Ziele häufig grund­ver­schieden sind, zum anderen Teil besteht die Abgrenzung aber auch aufgrund persön­licher Animo­si­täten.

Ziele der Bewegung

Allen Teil­nehmern dieser Bewegung ist gemein, dass sie an unter­schied­lichen Stellen in ihren selbst­pro­du­zierten Inhalten immer auf eine „Sache” abstellen, etwa:

  • „Ich mache das für die Sache, damit Deutschland besser wird…”
  • „Wir kämpfen für die Sache.”
  • „Solches Verhalten wie wir hier sehen, schadet unserer Sache…”
  • „Gewaltfrei, gemeinsam vereint, für die Sache…”

Diese „Sache” ist natürlich immer im Kontext des jewei­ligen Inhalts zu sehen. Bei einer Analyse dieses Kontextes fallen Über­schnei­dungen in den poli­ti­schen Ziel­set­zungen der Akteure auf. Diese Ziel­set­zungen sind häufig tages­po­li­tisch bedingt, auch deswegen, weil viele Akteure lediglich Pres­se­mit­tei­lungen aufgreifen und kommen­tieren. Eine Auswahl der poli­ti­schen Ziel­set­zungen – also der „Sache” – könnte etwa lauten:

  • „Der öffentlich-recht­liche Rundfunk gehört redu­ziert oder gleich abge­schafft.”
  • „Die Grenzen müssen geschlossen und das Einwan­de­rungs­recht refor­miert und konse­quent ange­wendet werden.”
  • „Tech-Konzerne wie Google müssen alle Meinungen zulassen und sollen hier gefäl­ligst Steuern zahlen.”
  • „Der Einfluss des poli­ti­schen Islams muss zurück­ge­drängt werden.”
  • „Merkel muss weg.”

Das ist nur eine kleine Auswahl. Die Themen­felder sind riesig und meist wird auch keine poli­tische Forderung aufge­stellt, sondern lediglich ein Ereignis kommen­tiert oder als Frage offen­stehen gelassen. Dazu zählen etwa die zahl­reichen geschichts­re­vi­sio­nis­ti­schen Inhalte („Deutschland ist immer noch ein besetztes Land!”) oder Kata­stro­phen­war­nungen („Der Crash kommt JETZT!”).

Zu den Zielen der Bewegung lässt sich fest­halten, dass die wenigsten Kanäle oder Initia­tiven auf einem soliden ideo­lo­gi­schen Konzept aufbauen oder klar defi­nierte Ziele verfolgen. Die meisten sind entstanden aus der Einzel­arbeit des Kanal­in­habers, welcher sich im Laufe der Zeit immer stärker durch Erleb­nisse in seiner persön­lichen Biographie poli­ti­siert und profes­sio­na­li­siert hat und im Ergebnis Follower und Reich­weite hinzu­ge­wonnen hat (Beispiele: Carsten Jahn, Digi­taler Chronist, Heiko Schrang). Das wird auch durch die allgemein voran­schrei­tende Tendenz hin zur Frag­men­tierung der Medi­en­land­schaft voran­ge­trieben. Massen­medien verlieren Follower, unab­hängige Medi­en­macher gewinnen hinzu.

Einige Kanäle versuchen so etwas wie ein Werte-Konzept zu präsen­tieren, scheitern aber an der Unbe­stimmtheit der Forde­rungen oder am Wider­spruch zwischen Ideal und eigenen Verhalten: Siehe dazu etwa den Wider­spruch zwischen:

Und andere Kanäle sind wiederum so wankend in ihrer thema­ti­schen Ausrichtung, dass man sie schlicht als hedo­nis­tisch bezeichnen kann, Beispiel: Thomas Grabinger / Digi­taler Chronist.

Insbe­sondere das von einigen Medi­en­ma­chern häufig erwähnte Ziel von „Meinungs­freiheit” ist im Kontext dieses Artikels wichtig zu erwähnen, da es die Medi­en­macher damit häufig selbst nicht so genau nehmen. Meinungs­freiheit meint im Kontext dieses Artikels das „subjektive Recht auf freie Rede sowie freie Äußerung und (öffent­liche) Verbreitung einer Meinung in Wort, Schrift und Bild sowie allen weiteren verfüg­baren Über­tra­gungs­mitteln” (aus Wiki­pedia). Die Medi­en­macher fordern jedoch häufig in folgenden Eska­la­ti­ons­stufen mehr:

  • Größere Meinungsvielfalt, haupt­sächlich für rechts­kon­ser­vative Themen in den Massen­medien („mehr AfD in Talk­shows”, „mehr Täter­an­gaben bei Straf­taten”)
  • Schärfere Meinungsgrenzen hin nach links („was die TAZ da sagt gehört verboten”)
  • Mehr eigene Defi­ni­ti­ons­rechte, was herr­schende Meinungen sind und wie sie zu verbreiten sind („Warum hat die BILD X nicht erwähnt, aber Y? Skandal! X MUSS erwähnt werden. Y ist komplett unwichtig.”)

Schon am Punkt der Meinungsvielfalt nehmen es die Medi­en­macher aber selbst nicht so genau, da sie sehr häufig auf ihren eigenen Kanälen (geset­zes­kon­forme) Meinungen wegzen­sieren und unter­drücken, die ihnen nicht passen unter dem Argument eines wie immer gear­teten „digi­talen Haus­rechtes”. Somit unter­drücken sie selbst die Meinungs­vielfalt und drohen – wie etwa Carsten Jahn – selbst mit Vergeltung, wenn bereits kritische Infor­ma­tionen lediglich geteilt werden. Dies wird weiter unten im Detail beschrieben und die Zensur betrifft vor allem Kritik an ihrem Geschäfts­ge­baren, weniger straf­rechtlich rele­vante Inhalte.

Einteilung der Medienmacher nach Geschäftsmodell

Viele Medi­en­ma­chern der Bewegung produ­zieren ihre Inhalte auf Basis eines Geschäfts­mo­dells. Inwieweit sich das Geschäfts­modell mit der Unter­stützung der Ziele verträgt, wird eben­falls erläutert.

Grund­sätzlich lassen sich grob drei größere Gruppen der Medi­en­macher einteilen:

  • Idea­listen, welche Medien zur Verbreitung ihrer Ideo­logie und Ziele nutzen und selbst produ­zierte Inhalte an ihre Follower bringen
  • Geschäfts­leute, welche Medien zum Vertrieb ihrer Produkte und Dienst­leis­tungen (darunter Inhalte) nutzen und dabei haupt­sächlich die Follower der Bewegung als Kunden adres­sieren
  • Geschäfts­leute, welche sich als Idea­listen (Gruppe 1) präsen­tieren, aber in Wirk­lichkeit Geschäfts­leute (Gruppe 2) sind und ihre Frei­zeit­be­schäf­tigung als Arbeit entlohnt sehen möchten. Diese Gruppe ist Schwer­punkt dieses Artikels und wird wie folgt als „Payt­rioten” bezeichnet

Konsti­tutiv für Gruppe 2 und 3 ist, dass die Mitglieder ihren Lebens­un­terhalt voll­ständig oder zu großen Teilen aus Einnahmen durch Spen­den­gelder oder Produkt­verkauf bestreiten.

Der patriotische Turing-Test

Zur Einteilung einer Person in diese Gruppen muss man die Moti­vation dieser Person analy­sieren. In einer kurzen Formel ausge­drückt, ist die Haupt­mo­ti­vation für die jeweilige Gruppe wie folgt:

  • IDEOLOGIE ► Idealist
  • GELD ► Geschäftsmann
  • IDEOLOGIE UND GELD (nur wenn beides zusam­men­kommt) ► Paytriot

Diese komplexe Formel nennt man auch den „patrio­ti­schen Turing-Test”, er bedarf also eines höheren mathe­ma­ti­schen Verständ­nisses des Lesers. Wer hiermit Probleme hat, möge bitte weiter bis zum Abschnitt „Spen­den­schafe” lesen und nach dessen Lektüre erneut zu diesem Abschnitt zurück­kehren. Die Erkenntnis wird dann hoffentlich nicht lange auf sich warten lassen.

Im Folgenden gehen wir auf die Details der einzelnen Gruppen näher ein.

Gruppe 1 – Idealisten

Die Idea­listen sind die, die der Bewegung am stärksten nutzen. Was sie tun, entspringt einer tieferen, inneren Moti­vation, die nicht käuflich ist und sich nicht durch den Ruf des Geldes verbiegen lässt. Idea­listen sind in der Bewegung grund­sätzlich in der – was Follo­wer­zahlen angeht – Minderheit. Die sozialen Medien führen zu einer Konzen­tration von Followern hin zu größeren Kanälen, welche ihre Größe in welcher Form auch immer mone­ta­ri­sieren und dadurch mehr Content liefern können, was zu mehr Followern führt, usw. Kurz gesagt: Geschäfts­leute sind im Vorteil gegenüber Idea­listen.

Zudem sind Idea­listen auch nicht bereit, ihre Ideale für Klicks und damit mehr Reich­weite zu opfern. Damit sind sie weniger konsens­fähig und verlieren poten­tielle Reich­weite. Die geschäft­lichen Medi­en­macher nutzen jedoch gerne als Schma­rotzer den von den Idea­listen gene­rierten Goodwill für ihre eigenen Geschäfte oder – wenn der Idealist dies nicht möchte – igno­rieren ihn bzw. bekämpfen ihn aktiv, denn der Idealist kann ihrem „Heili­gen­schein” gefährlich werden.

Bekannte Idea­listen sind:

  • Sven Liebich ist seit Jahren poli­ti­scher Aktivist in Halle und bekannt durch selbst­or­ga­ni­sierte Aktionen vor Ort und im Umland. Liebich ist nach eigenen Aussagen mittellos, daher ist nicht anzu­nehmen, dass er sich an seinen Followern berei­chert. Liebich ist kein Mitglied der Gruppe der Geschäfts­leute, da er nach eigener Aussage von seinem Posten als Gesell­schafter seiner T‑Shirt-Druck-Firma zurück­ge­treten und in ein Ange­stell­ten­ver­hältnis über­ge­wechselt ist, um die Firma von seinem poli­ti­schen Kampf zu trennen. Dass er poli­tische Shirts vertreibt, ist Ergebnis seines poli­ti­schen Kampfes, nicht Ausgangs­punkt. Er nimmt keine Spenden an. Damit stellt er Ideale vor Geld und ist Idealist. Sven Liebich ist auch Vorreiter in der direkten Kritik und Konfron­tation mit den Payt­rioten und wird von diesen beschimpft, verleumdet und bedroht.
  • Radio Deutschland Eins (kurz: RDE) wurde nach eigener Aussage als Lieb­ha­ber­projekt von ausge­wan­derten Deut­schen finan­ziert, um ein freies Talk-Radio zu etablieren, ähnlich wie in den USA erfolg­reich prak­ti­ziert. Bis auf die Themen­auswahl des Mode­rators Alex sowie dem Verbot von straf­rechtlich rele­vanten Äuße­rungen gibt es hier keine Grenzen im Sagbaren und so findet sich hier eine immer breitere Themen­vielfalt wieder, welche von den Anrufern frei einge­bracht und disku­tiert werden kann. Auch der Payt­rio­tismus als solcher darf dort ohne Zensur disku­tiert werden und es besteht keine Abhän­gigkeit von YouTube, zur Not kann letz­teres sogar während der Sendung stumm geschaltet werden für Themen, welche auf YouTube nicht disku­tiert werden dürfen. Die Tatsache, dass RDE keine Spenden annimmt und frei empfangbar ist, klas­si­fi­ziert das Ganze als idea­lis­ti­sches Projekt für mehr Meinungs­vielfalt im Radio.
  • Michael Stür­zen­berger seit Jahren poli­ti­scher Aktivist rund um Aufklärung zu den Gefahren des poli­ti­schen Islams. Er hat nach eigener Aussage seine erfolg­reiche Karriere als Jour­nalist zugunsten des poli­ti­schen Akti­vismus‘ aufge­geben, als er selbst einen engen Freund durch isla­mis­tische Attentate verlor. Er nimmt Spenden für seinen Verein Bürger­be­wegung Pax Europa Stür­zen­berger ist nicht abhängig von den Spen­den­geldern und hat bereits zuvor ohne Spenden Akti­vismus betrieben. Zudem der Einsatz der Spen­den­gelder durch seine umfang­reichen Touren durch Deutschland doku­men­tiert ist. Stür­zen­berger ist zuletzt auch – auf Kosten von Follo­wer­zahlen – durch beherzte Kritik an absurden Verschwö­rungs­theorien aufge­fallen und hat großem Druck der Szene stand­ge­halten. Auch Stür­zen­berger ist daher den Idea­listen zuzu­ordnen.
  • Ehemals: HALLO MEINUNG trat mit einem einfachen, fast unschlag­baren Slogan an, der Gründung einer Plattform für Meinungs­freiheit. Peter Weber als Gründer hatte aufgrund poli­tisch unkor­rekter Aussagen Ärger in der Gemeinde und mit der Lokal­presse und war somit ein gutes Zugpferd dafür. Leider ist das Projekt heute nur noch der Gruppe 3 (Payt­rioten) zuzu­ordnen, da
    • HALLO MEINUNG von Weber alleine und ohne Mitspra­che­rechte der Mitglieder in einer (gemein­nüt­zigen) GmbH, also Kapi­tal­ge­sell­schaft, geführt wird
    • Wesent­liche Inhalte exklusiv nur den zahlenden Mitgliedern zur Verfügung stehen, sprich die Plattform nur durch zahlende Mitglieder funk­tio­nieren kann
    • Meinungen dort nach Gutdünken von Peter Weber erlaubt oder verboten sind, bzw. es keine Gemein­schafts­stan­dards a la Facebook oder vergleichbar gibt, die defi­nieren, was erlaubt ist und was nicht. Damit entspricht HALLO MEINUNG nicht mehr seinem eigenen Ziel­set­zungs­ideal. Beispiels­weise hat Peter Weber nach eigener Aussage seinen Chef­re­dakteur gefeuert, weil dieser in einem anderen Magazin seine ausdif­fe­ren­zierte Meinung kundtat, diese aber leider nicht Webers eigener Meinung entsprach
    • HALLO MEINUNG nun als poli­tische Partei auftreten will. Dazu will Weber nun Mitglieds­bei­träge, die für HALLO MEINUNG einge­sammelt wurden, für die Gründung einer eigenen poli­ti­schen Partei umwidmen (zumindest von ihm ange­deutet), obwohl er dies anfangs ausdrücklich ablehnte und HALLO MEINUNG poli­tisch unab­hängig führen wollte

Gruppe 2 – die Geschäftsleute

Ihr Modell ist einfach, ihre Ideo­logie ist häufig eher schwach bzw. gar nicht ausge­prägt. Sie adres­sieren die Follower der Bewegung, weil sie die Größe des Marktes erkannt und die Ange­bots­lücken gefüllt haben. Sie liefern, was von den Followern verlangt wird.

Sie sind im besten Fall unnütz für die Bewegung, da sie keine ideo­lo­gische Verbindung zu den Zielen der Bewegung haben, sondern sich haupt­sächlich bewusst dort posi­tio­niert haben, um Geld zu verdienen.

Bekannte Geschäfts­leute sind:

  • Heiko Schrang betreibt einen erfolg­reichen YouTube-Kanal und Merchandise-Handel, außerdem Autor und Inhaber eines eigenen Verlages. War schon in vielen Geschäfts­feldern aktiv, Nähe zur Esoterik. Ihn näher zu durch­leuchten, ist Zeit­ver­schwendung, denn jeder sieht auf den ersten Blick, dass er seine Tätigkeit als Business aufge­setzt hat. Und für diese Klarheit danken wir Herrn Schrang. Dem Anschein nach heute einer der finan­ziell erfolg­reichsten YouTuber der Bewegung. Auf jeden Fall hat er den profes­sio­nellsten Webauf­tritt. Hut ab!

  • Niklas Lotz (Neverfor­getniki), auch bekannt als der „Lotz­löffel”, betreibt einen YouTube-Kanal, auf dem er von einem Tele­prompter vorge­schriebene Sätze vorliest, die häufig aus rechts­kon­ser­va­tiven Kalen­der­sprüchen und der Wiedergabe von Tages­nach­richten bestehen. Diese Videos werden mit Clickbait-Titel versehen und dann auf Twitter und Telegram geteilt. Zudem enger Vertrauter von Heiko Schrang. Wie eng genau diese geschäft­liche oder private Verbindung ist, ist nicht ersichtlich, da nicht trans­parent. Bekannt dafür, in den Kommen­taren unter seinen Videos aktiv zu zensieren oder sie gleich ganz zu deak­ti­vieren. Seine Moti­vation für seine Tätigkeit in der Bewegung ist unklar, zumal er einige wenige Jahre zuvor noch in einem Interview keinerlei Anzeichen einer rechts­kon­ser­va­tiven Welt­an­schauung zeigte und seine Videos in seinem Kanal zu schnell von Poesie hin zu harten, rechts­kon­ser­va­tiven Produk­tionen umschwenkten, als dass dies einen tatsäch­lichen Wechsel in seiner inneren Einstellung vermuten lassen würde.
    Nach eigenen Aussagen von seinem Arbeit­geber aufgrund poli­ti­scher Veröf­fent­li­chungen gekündigt und damit Vollzeit-YouTuber. Zuletzt von Massen­ge­schmack-TV öffentlich auf ekla­tante Wider­sprüche hinge­wiesen bezüglich Aussagen in den von ihm veröf­fent­lichten Buch, in dem er seine angeblich qual­volle Jugendzeit als unter­drückte Deut­scher in einem von Ausländern geschaf­fenen Gewalt­klima an seiner Schule schildert. Die unbe­gründete Abmahnung an Massen­ge­schmack-TV sowie den folgenden Gerichts­prozess verlor Lotz und muss alle Kosten tragen.

  • Tim Kellner; YouTuber und Autor, ehema­liger Polizist und im Rotlicht- und Rocker­milieu tätig, saß schon im Knast, hat sogar schon eine eigene Biografie veröf­fent­licht. Gründete eine eigene YouTube-Alter­native Profortis mit Abomodell. Kommen­tiert Tages­nach­richten und versucht die YouTube Zensur zu umgehen über seinen „Lovechannel”, also die ironi­sie­rende und infan­ti­li­sierte Fassung seiner Kommentare. Ließ sich von seinen Spendern die Umbe­nennung seines Portals, inklusive Abmahn­kosten, bezahlen, weil er eine jedermann zugäng­liche und kostenlose Marken­re­cherche versäumt hatte.

Um diese Gruppe soll es in diesem Artikel nicht schwer­punkt­mäßig gehen. Sie werden sich aus der Szene zurück­ziehen, sobald die Käufe ihrer Produkte abnehmen und werden sich neuen Ziel­gruppen außerhalb der Szene zuwenden. Ihre Lebens­läufe sind von Schlin­ger­kursen geprägt und das Schlingern wird nicht in der patrio­ti­schen Szene enden. Es wird dann weiter geschlingert, wenn hier die Wiesen abge­grast wurden. Ihre Follower sollten sich auf mögliche, tränen­reiche Ausstiege schon jetzt mental vorbe­reiten. Gleichwohl dürfen sich die Geschäfts­leute eben­falls gerne an der Umsetzung der weiter unten benannten Forde­rungen betei­ligen.

Gruppe 3 – Paytrioten

Personen, welche sich als Idea­listen (Gruppe 1) präsen­tieren, aber in Wirk­lichkeit Geschäfts­leute (Gruppe 2) sind und ihre Frei­zeit­be­schäf­tigung als Arbeit entlohnt sehen möchten. Sie stellen ihre Follower vor die einfach klin­gende, aber schwer aufzu­lö­sende Entscheidung:

„Bezahl mich – oder ich höre auf.”

Die Ähnlich­keiten einer solchen Aussage zur Grund­aussage einer anderen Berufs­gruppe sind lediglich zufällig.

Natürlich schwingen mit dieser von den Payt­rioten aufge­wor­fenen Entscheidung noch viel schwer­wie­gendere Vorwürfe mit:

  • Ohne Spenden kämen gar keine Videos mehr, sprich: der Follower muss auf die häufig enge Bindung zum Medi­en­macher verzichten. Das ist das Haupt­ar­gument.
  • Ohne Spenden käme die „Sache” nicht voran.
  • „Wenn du nicht spendest, bist du ein Schma­rotzer, weil andere für mich spenden, aber du nicht.”
  • „Nur wenn du spendest, nehme ich Notiz von dir (aka lese deinen Superchat)”
  • „Wenn du nicht spendest, werden mein Team und ich arbeitslos. Denk doch mal an all die Leute.”
  • „Wenn du nicht spendest, haben die Linken schon gewonnen, weil die Staats­knete bekommen”

Rational betrachtet ist das Geschäfts­modell dieser Payt­rioten aber einfach zu erklären. Sie haben selbst keine oder sehr wenig Arbeit bzw. ihre ehemalige Arbeit aufge­geben, und leben rein oder zum Großteil von den Spenden ihrer Follower. Ohne Spenden müssten sich diese Leute eine Arbeit suchen, was aufgrund der Lebens­läufe und der öffentlich einseh­baren Nähe zur Bewegung nur schwer möglich ist, bzw. wenn doch, dann deutlich unter Marktwert. Im Extremfall kann der Absturz zu einem Ende in Hartz4 führen. Für die Gruppe der Payt­rioten sind also eine Mindesthöhe von Spenden lebens­not­wendig, um ihren Alltag zu bestreiten. Dabei können folgende Ausgaben anfallen:

  • Miete oder Haus­raten abbe­zahlen,
  • Essen (am liebsten Pizza per Liefer­dienst) und Trinken,
  • Hunde­futter,
  • neue elek­tro­nische Geräte wie etwa eine Play­station 5,
  • Kleidung und Hüte,
  • Reisen in das schöne Italien oder eine 24h-hin-und-zurück-Reise nach Ungarn,

um nur ein paar dieser „alltäg­lichen” Ausgaben zu nennen.

Die Unter­scheidung der Payt­rioten zur Gruppe der reinen Geschäfts­leute ist schwierig und teil­weise nicht eindeutig. Selbst wenn es Eintei­lungs­schwie­rig­keiten in einem bestimmten Fall geben mag, so würde das nichts an den weiter unten aufge­führten Forde­rungen an diese Gruppen ändern. Beide Gruppen müssen sich zum Wohle der Bewegung anpassen. Die reinen Geschäfts­leute würden wahr­scheinlich bei einer Flasche Bier in privater Atmo­sphäre auf die Frage:

„Sag mal, machst du das eigentlich nur fürs Geld?”,

mit „Ja” antworten,

während die Payt­rioten wohl tatsächlich bis zu einem gewissen Grad ideo­lo­gisch moti­viert, aber im Ergebnis nur mit Geld als zusätz­lichem Anreiz in dieser Form tätig sind. Einige von ihnen haben auch als Idea­listen ange­fangen, aber das süße Gift der Super­chats hat sie schnell und ziel­strebig in die vorderste Riege der Payt­rioten kata­pul­tiert.

Bekannte Vertreter der Payt­rioten sind:

  • Carsten Jahn: Seit Jahren als YouTuber unterwegs, früher NPD-Mitglied. Laut eigener Aussage nur, damit die seinen Namen für die Anmeldung einer Demo nutzen konnten. Deswegen war er mindestens 7 Jahre Mitglied. Nach eigener Aussage „poli­tisch nicht straf­fällig” geworden, andere Straf­taten sind unklar. Sowohl seine neue und alte Adresse sind öffentlich seit 10 Jahren auf einem Blog sowie im Impressum seiner Website für jedermann ersichtlich, jedoch bedroht er alle Leute, die – seit er das Haus dort geerbt hat – diese Adresse weiter­ver­breiten. Zudem zeigt er die Adresse selbst im mehrfach hier refe­ren­zierten Bedro­hungs­video. Laut dem Inves­ti­gativ-Blog „Digitale-Patrioten.de” war Jahn der Spen­den­könig des Jahres 2019. Geht außerhalb von YouTube keiner gere­gelten Tätigkeit nach.

  • Thomas Grabinger (Digi­taler Chronist): Startete als Einmannshow auf YouTube vor einem Green­screen mit Kommen­taren zur Tages­po­litik. Charak­te­ris­tisch ist seine herz­er­fri­schende und authen­tische Heiterkeit. Hohes Zuschau­er­wachstum in 2019 durch Live­streams, damit einher­gehend hohe Spen­den­ein­nahmen. Setzt zunehmend auf Branding und Videos mit Gästen, was Zuschau­er­zahlen und Spenden erhöht, und seinen Zuschauern seine langen Monologe erspart. Teil­weise werden die Spenden mit seinen Gästen teilt. Mit Team im Hinter­grund, welches wohl anteilig Spen­den­gelder erhält, Details unbe­kannt. Dem Anschein nach die Nummer zwei der Payt­rioten, was Einnahmen durch Super­chats angeht, aber im Kopf-an-Kopf-Rennen mit Carsten Jahn.

  • Ignaz Bearth und Liane Steup (Lilly Thüringen) (hier nehmen wir besser einen archive.is Link, da Frei3.de jederzeit den Geist aufgeben kann): Das Traumpaar der Szene, er sogar mit feschem Schweizer Dialekt und schicker Sonnen­brille. Seit kurzem exklusiv auf Hagen Grells frei3.de, Kondi­tionen dafür sind nicht öffentlich. Bekannt durch die groß­zügige Umwidmung von Spen­den­geldern. Beide gehen außerhalb von YouTube nach wohl keiner gere­gelten Tätigkeit nach (unklar).

  • Nikolai Nerling (Volks­lehrer) war früher tatsächlich Lehrer, dann fristlos und recht­mäßig aufgrund seines Akti­vismus gekündigt. Danach umge­sattelt auf Vollzeit-YouTuber. Er spielt das berühmt-berüch­tigte „4D-Schach” mit seinen Followern, um die Spen­den­quote maximal auszu­reizen: Er verlangt von seinen Spendern, dass sie für die Beglei­chung einer Steu­er­strafe spenden. Die Strafe wurde ausgelöst durch letzt­jährige Spenden und er war nicht in der Lage, seine dama­ligen Spendeneinkünfte recht­mäßig zu versteuern. Geht außerhalb von YouTube vermutlich keiner gere­gelten Tätigkeit nach.

  • Hagen Grell: Seit Jahren als bunter Hund der patrio­ti­schen Szene auf YouTube bekannt. Schon oft von Kalkofe und Massen­ge­schmack-TV durch den Kakao gezogen worden, in letzter Zeit über­nehmen dies mit langem Atem der Vegane Germane und Torsten Donner­stein. Die folgenden Zeilen hier sind mit besonders viel Herzblut geschrieben, weil Hagen Grell in seinen Reak­ti­ons­videos immer gerne seine Kritiker hinrei­chend zitiert, um das Ganze dann in seiner unnach­ahm­lichen Weise – etwa singend hinter dem hölzernen Lenkrad oder im Bade­zimmer – ins Lächer­liche zu ziehen. (Nur zu 😊) Grell ist Geschäfts­führer, Principal Senior Lead Programmer und krea­tives Mastermind hinter Frei3.de – einer nach eigenen Angaben „absolut zensur­si­cheren und mit inno­va­tivem Kommen­tar­system ausge­stat­teten” YouTube-Alter­native auf fremden Amazon-Servern in Finnland. Er ist gegen das Recht auf anonyme Meinungs­äu­ßerung im Internet, sondern fordert statt­dessen seine Kritiker wie etwa Torsten Donner­stein auf, endlich ihr „Gesicht zu zeigen”, und letz­teres nicht etwa als öffentlich einseh­bares Bilder­such­ergebnis Nummer zwei auf Google zu verstecken. Geht außerhalb von YouTube lediglich einer Tätigkeit als Geschäfts­führer seiner unga­ri­schen Firma nach, Gehalt und Mitar­bei­ter­anzahl unbe­kannt. Vom abso­luten Volumen an Spen­den­geldern wegen der Frei3-Aktion viel­leicht sogar der inof­fi­zielle Spen­den­könig 2019. Auf jeden Fall Anwärter für einen Sonder­preis für die konstante Lieferung der besten Memes des Jahres, der James Brown („hardest working man”) im Payt­rio­ten­business.

  • HALLO MEINUNG von Peter Weber: Weber kommt aus Nürnberg und ist die Ausnahme von der Regel, dass die Payt­rioten arbeitslos sind. Er ist Bauun­ter­nehmer, will jedoch das Projekt HALLO MEINUNG nach einer anfäng­lichen Anschub­fi­nan­zierung nicht weiter aus eigener Tasche finan­zieren, sondern mit Mitglieds­bei­trägen. Damit sind seine Arbeit für HALLO MEINUNG sowie die des dort fest ange­stellten Teams aber wiederum Teil der Payt­rioten. Ohne Mitglie­der­bei­träge kann HALLO MEINUNG nicht bestehen und müsste alle Mitar­beiter entlassen. Innerhalb von HALLO MEINUNG – nach Selbst­be­schreibung eine Plattform für freie Meinungs­äu­ßerung – wird nach Aussage ehema­liger Mitglieder selbst heftig zensiert und die Verwaltung der Mitglieds­bei­träge war recht chao­tisch.

    So war zum Beispiel der oben genannte YouTuber Carsten Jahn zahlendes Förder­mit­glied bei HALLO MEINUNG, durfte aber nach Machtwort von Peter Weber aufgrund der NPD-Vergan­genheit doch kein Mitglied sein. Somit blieb nur der Status „zahlend” über – zunächst. Dieses Miss­ver­hältnis wurde erst nach Entschul­digung durch Peter Weber ein halbes Jahr später aufgelöst – jetzt darf Carsten Jahn weiterhin zahlen und sich zudem noch stolz Mitglied von HALLO MEINUNG nennen. HALLO MEINUNG selbst ist komplett intrans­parent über die Zahl der zahlenden Mitglieder sowie Ein- und Austritte seit dem Start der Plattform und hat sich bereits nach kurzer Zeit von Mitar­beitern in Nacht- und Nebel­ak­tionen getrennt, darunter Patrick Lynen (Mode­rator des Formats der „Runden Ecke”, zum Beispiel hier) und auch Chef­re­dakteur Klaus Kelle. Die beiden Austritte konnten bis heute jedoch nicht veri­fi­ziert werden, da es kein offi­zi­elles Statement von HALLO MEINUNG dazu gibt.

Zur Bewertung der Paytrioten für die Bewegung

Insgesamt ist diese Gruppe noch schlechter als Gruppe 2 (Geschäfts­leute) dazu geeignet, die patrio­tische Bewegung voran­zu­bringen. Die ständige Abhän­gigkeit von konstanten Spen­den­mitteln sowie die Gefahr, dass bei fehlenden Spen­den­mitteln kurzerhand der Akti­vismus einge­stellt wird, bedrohen nicht nur die Verfüg­barkeit von Medi­en­in­halten für die Bewegung, nein, das plötz­liche Einstellen der Arbeit würde zu einer Abkehr einer immensen Zahl ihrer Follower von der Bewegung führen. Follower, die noch vor kurzem hunderte Euro gespendet haben, würden dann etwa von einer YouTube-Fehler­meldung „Dieser Kanal wurde vom Inhaber gelöscht.” begrüßt und ihr Vertrauen in die Bewegung wäre zutiefst erschüttert.

So hat Hagen Grell bereits verlauten lassen, er habe kein Problem damit eine Arbeit als Soft­ware­ent­wickler zu finden und müsse seine Familie ernähren. Das mag faktisch richtig sein oder nicht, setzt aber in jedem Fall seine Follower unter Druck, ihm – in Gegen­leistung für seine Inhalte  – ein Auskommen liefern zu müssen. Wer nicht spendet, muss damit rechnen, nicht mehr jeden zweiten Tag eine Tele­gram­nach­richt von Grell zu erhalten, weil Grell das Business einge­stellt hat. Für manche seiner Follower wäre dies wohl ein schier uner­träg­licher Zustand.

Die Payt­rioten als solche folgen auch deutlich stärker als die Idea­listen dem Meinungs­klima in der Bewegung. So werden wildeste Verschwö­rungen („Corona gibt es nicht.”) und auch persön­liche, tätliche Angriffe gegen Bill Gates gutge­heißen, unter dem Deck­mantel einer legi­timen Regie­rungs­kritik. Das wesent­liche Problem ist nicht die Kritik selbst, sondern die fehlende Einordnung solcher Neuig­keiten durch die Payt­rioten, die sie durch ihre fehlende Kompetenz natürlich nicht vornehmen können. Es werden lediglich pseu­do­re­le­vante Fragen aufge­worfen (und nie beant­wortet), in zusam­men­hanglose Infor­ma­tionen imaginäre Zusam­men­hänge hinein­in­ter­pre­tiert oder schlicht ein Faktum als beispiels­weise „von der Phar­ma­mafia gesponsort” gebrand­markt und damit diskre­di­tiert. Natürlich recher­chieren die Payt­rioten nicht selbst. Wenn über­haupt lassen sie recher­chieren über ihre Tele­gram­gruppen oder sie geben unvoll­ständige Meldungen aus unzu­ver­läs­sigen Quellen wieder. Einen Widerruf einer von ihnen verbrei­teten Falsch­nach­richt kommt nahezu niemals vor (posi­tives Gegen­bei­spiel ist jüngst Oliver Flesch, welcher Nach­richten auf seinem Blog bei neuen Hinter­grund­infos aktua­li­siert und darauf auf Telegram hinweist, top!). Vor diesem Hinter­grund ist es einfach zu erklären, dass auch die AfD nahezu voll­ständig von diesen Medi­en­ma­chern fern­bleibt, da kein Verlass auf eine länger­fristige und stabile Zusam­men­arbeit besteht. Wer sein Fähnchen nach jedem Wind und Klick hängt, ist für eine lang­fristig ausge­legte Mitglieder- und Wähler­ge­winnung nicht zu gebrauchen.

Exkurs: Spendenschafe

Die Follower der Payt­rioten werden von Kritikern häufig als „Spen­den­schafe” bezeichnet. Ein Schaf meint eine Person, welche sich gutgläubig ausnutzen lässt und dieses Ausnutzen zudem noch selbst befördert. Spen­den­schafe werden durch die Payt­rioten dadurch ausge­nutzt, dass sie von aktivem Wider­stand zur Umsetzung der Ziele der Bewegung abge­halten werden, indem sie die Inhalte der Payt­rioten zu Hause vor dem Bild­schirm konsu­mieren und die Erstellung der Inhalte mit eigenem Geld bezu­schussen. Damit schaden sie sich aktiv selbst, weil sie der Umsetzung ihrer Ziele keinen Schritt näher­kommen, und das auch noch selbst bezahlen. Das typische Spen­den­schaf ist damit – laien­psy­cho­lo­gisch erklärt – häufig eher leicht­gläubig, ideo­lo­gisch unge­festigt und auf der Suche nach Orien­tierung. Letz­teres ist in der heutigen Welt nicht verwerflich, aber proble­ma­tisch, da man sich schnell in den Händen von Menschen­fängern („Nepper, Schlepper, Bauern­fänger”) wieder­findet.

Einen beson­deren Twist erhält die Bezeichnung „Spen­den­schaf” noch dadurch, dass Spen­den­schafe sich häufig aktiv ihre eigene Gutgläu­bigkeit auszu­reden versuchen, indem sie sich mit anderen Schafen – den soge­nannten Schlaf­schafen – vergleichen und sich im Vergleich als in der besseren Position sehen. Schlaf­schafe meint den Teil der Bevöl­kerung, welcher kritiklos die Maßnahmen der Regierung begleitet und sich zuvor­derst aus den Massen­medien infor­miert. Leider verkennen die Spen­den­schafe, dass – obwohl sie keine Schlaf­schafe sind – sie immer noch Schafe sind: Sie stehen nur auf der anderen Seite der Weide. Sie und die Schlaf­schafe schauen sich in gegen­sei­tigem Unver­ständnis in ihre trüben, leeren Augen. Wir wollen beiden Schafen mit diesem Artikel helfen, endlich aus der Weide in die freie Welt hinaus­zu­treten. Dazu müssen sie ihren Schäfer als solchen endlich erkennen lernen.

Probleme für die Bewegung durch die Paytrioten

Die Probleme durch den Payt­rio­tismus werden in ihren Details bereits ausführlich darge­stellt, etwa auf:

Hier soll nun noch einmal eine Zusam­men­fassung dieser Probleme statt­finden.

Subtiler Druck auf Abonnenten/Follower

Viele Payt­rioten sprechen die Zauber­formel:

„Bezahl mich – oder ich höre auf.”

nicht explizit aus. Statt­dessen lassen sie dies als unter­schwellige Neben­be­merkung fallen, etwa:

„Ich muss das alles hier nicht machen. Ich könnte auch als Soft­ware­ent­wickler arbeiten.”

„Ich bin so dankbar für eure Spenden. Ohne euch wäre das alles hier nicht möglich.”

„Schöne Grüße aus Italien. Danke an euch alle für die tolle Unter­stützung.”

Spen­den­schafe bekommen dies natürlich mit und wollen – aus einer zutiefst mensch­lichen Gefühls­regung – ihren Idolen eine gute Zeit ermög­lichen. Außerdem ist den meisten Schlaf­schafen im Unter­be­wußtsein auch klar: „Ohne Moos nichts los.” Den Spen­den­schafen bereitet es ein Unbe­hagen, sich mit der harten Realität ausein­an­der­zu­setzen, nämlich dass sie mit ihren Spenden nur die Frei­zeit­be­schäf­tigung ihrer Idole finan­zieren, aber ihren persön­lichen (poli­ti­schen) Zielen damit keinen Schritt näher­kommen. Aber noch viel mehr Unbe­hagen bereitet ihnen ein Leben ohne diese Idole. Deshalb löst der Klick auf den Spen­den­button für sie ein ange­nehmes Gefühl des Selbst­kom­forts aus, aber natürlich keines ihrer Probleme.

Klickbait

Die Payt­rioten haben Probleme bei der Infor­ma­ti­ons­ge­winnung. Sie sind alle mehr oder weniger auf echte Reporter – meist von den verhassten Massen­medien – ange­wiesen, um deren Nach­richten zu filtern, kommen­tieren und dann an ihre Anhänger zu verbreiten. Nur wenige in der Bewegung – etwa Oliver Flesch oder Stefan Bauer – sind noch echt als Reporter an der Front tätig.

Wenn alle mehr oder weniger dieselben Quellen haben und alle mehr oder weniger dieselben Follower, gibt es ein Problem: Wer teilt die Nach­richt als Erstes? Weil dieser eine wird die meisten Klicks und Shares bekommen und damit am Ende die meiste Kohle. Diese gold­rau­sch­artige Jagd nach der vermeintlich nächsten exklu­siven Sensation führt dazu, dass Nach­richten auch nicht geprüft werden. Ergebnis sind regel­rechte Telegram-Bombar­de­ments in den einschlä­gigen Kanälen, nur um bloß nicht zu spät dran zu sein. Zurück­ge­rudert werden kann später immer noch, wenn über­haupt. Zudem werden häufig auch Videos und Tele­gram­nach­richten einfach wieder kommen­tarlos und vor allem spurlos (!) gelöscht, wenn der unachtsame Paytriot später fest­stellt, dass es doch nicht so gut und richtig war, was man da ins Mikrofon gesagt oder verschickt hat.

Abwenden von Patrioten von der Bewegung

Ihren größten Zuwachs hatte die Szene prozentual wohl in 2019. Da wurden regel­mäßig zwei­stellige Prozen­traten an Follo­wer­zu­wächsen und Video­auf­rufen über mehrere Monate hinweg gezählt. Die digi­talen Geld­börsen der Spen­den­schafe öffneten sich und eine Flut von Super­chats ergoss sich in stun­den­langen Live­streams ins Land. Weih­nachten feiern mit Carsten Jahn? Aber klar doch! Es herrschte Gold­grä­ber­stimmung in der payt­rio­ti­schen Szene.

Für 2020 stellt sich ein anderes Bild dar. Es zeigt sich bei den genannten Kanälen, dass die Zuwachs­raten in 2020 dras­tisch abge­nommen haben. Einsichten auf socialblade.com (für jeden frei recher­chierbar, etwa hier für Carsten Jahns Team Heimat zeigen, dass häufig nur noch minimale Zuwachs­raten erreicht werden. Das zusammen mit der in der Industrie bekannten Tatsache, dass alte Abon­nenten häufig nur noch „Kartei­leichen” sind, bedeutet, dass die Szene in der Stagnation bzw. schon im Niedergang ist.

Alter­native Platt­formen (Telegram, Bitchute) machen nur einen verschwindend geringen Teil der Zahlen aus und sind – etwa bei Telegram – lediglich Einbet­tungen von YouTube. Auch über diese Platt­formen lässt sich kein Follower-Wachstum nach­weisen, da es sich meist um Doppel-Follower handelt: Wer auf YouTube folgt, folgt nun auch auf allen anderen Platt­formen. Tatsächlich mehr Menschen werden nicht erreicht.

Fehlendes Wachstum ist natürlich Gift für die ganze Bewegung. Diese lebt davon, neue Menschen anzu­ziehen und für sich zu begeistern. Die Payt­rioten haben – rein nach Zahlen gesehen – nicht mehr diese Anzie­hungs­fä­higkeit. Die Gründe dafür sind viel­fältig, auch YouTubes Algo­rithmen spielen dort hinein. Was aber ein großes Tabu­thema in der Szene ist – neben den stagnie­renden Zahlen – ist die Moti­vation der Follower, sich von den Kanälen abzu­wenden. Fakt ist – und die Zahlen belegen es – dass diese Abwendung statt­findet. Wir vermuten hier folgende Ursachen:

  • Fehlender Neuig­keitswert der Medi­en­in­halte, welche von den Payt­rioten geteilt werden
  • Mangel­hafte Qualität der Medi­en­in­halte (Hunde­s­pa­ziergang, Live­stream auf der Autobahn)
  • Über­sät­tigung mit den immer­gleichen Themen bei gleich­zeitig nicht eintre­tender Verbes­serung der Umstände
  • Kada­ver­ge­horsam in Bezug auf Kritik am Geschäfts­ge­baren der Payt­rioten und absolute Reform­un­fä­higkeit

Eben­falls zu kriti­sieren ist, dass rein aus einer Medi­en­kon­su­men­ten­sicht, das Payt­rio­ten­ver­halten geradezu amateurhaft wirkt. Je nach aktu­eller YouTube-„Strike”-Lage oder mit welchem Fuß der Kanal­be­treiber heute Morgen aufge­standen ist, kann es sein, dass ganze Kanäle auf einmal ohne Vorwarnung plötzlich ohne öffentlich einsehbare Videos sind. Ein unhalt­barer Zustand. Wer sich etwa einen vier­stün­digen gest­rigen Live­stream von Thomas Grabinger zu Ende anschauen möchte, stößt mögli­cher­weise am nächsten Tag auf gähnende Leere. Da schaut manch einer dann lieber woanders weiter, aber nicht mehr bei Grabinger.

Diese sich abwen­denden Follower wenden sich danach häufig anderen Subkul­turen zu und sind – bezogen auf den poli­ti­schen Kampf – verlo­renes Wähler­po­tential.

Glaubwürdigkeit

Das Miss­ver­hältnis zwischen den selbst­ge­ge­benen Idealen der Bewegung und dem Verhalten ihrer Akteure bietet regel­mäßig Anlass dazu, die Glaub­wür­digkeit der gesamten Szene in Zweifel zu ziehen. Nehmen wir uns dafür ein sympto­ma­ti­sches Beispiel heraus.

Beispiel: Abmahnungen durch Niklas Lotz

Massen­ge­schmack-TV – ein medi­en­kri­ti­scher YouTube Kanal – veröf­fent­lichte ein Video, in dem kritisch die Hinter­gründe von Niklas Lotz und seiner Buch­ver­öf­fent­li­chung analy­siert wurden. Niklas Lotz ließ den YouTube Kanal Massen­ge­schmack-TV ohne vorherige Ankün­digung oder Kontakt­auf­nahme durch einen teuren Medi­en­anwalt wegen angeblich falscher Tatsa­chen­be­haup­tungen und Verletzung von Persön­lich­keits­rechten abmahnen. Nachdem Massen­ge­schmack-TV diese Abmahnung veröf­fent­licht und vor der Kamera sprich­wörtlich ausein­an­der­ge­nommen hatte, ging Niklas Lotz vor Gericht. Aller­dings nicht auf Basis der abge­mahnten Punkte, sondern wegen nich­tiger Unge­nau­ig­keiten im Zitat­recht durch Massen­ge­schmack-TV. In anderen Worten: Weil Massen­ge­schmack-TV nicht haar­genau den Video­namen von einem einge­bet­teten Video von Niklas Lotz genannt, sondern lediglich den Kanal­namen, zog Niklas Lotz vor Gericht. Nicht etwa, weil die von Massen­ge­schmack-TV solide recher­chierten Fakten unwahr wären.

Daneben veröf­fent­liche Niklas Lotz ein Video, indem er von angeb­lichen Todes­dro­hungen gegen sich (per Email) berichtete und jedem, der ihn gefährde, mit Anwälten und Klagen drohte, denn: „Mit Terro­risten verhandelt man nicht.” Ein zeit­licher Zusam­menhang zwischen einer anonymen 0815-Todes­drohung, Reak­ti­ons­video und Klage gegen Kritiker ist sicherlich rein zufällig.

Nun ja, im Endeffekt verlor Niklas Lotz die Klage gegen Massen­ge­schmack-TV, musste alle Anwalts- und Gerichts­kosten über­nehmen und das kritische Video ist heute immer noch online. Und die Anwalts­kosten werden natürlich nicht von Lotz selbst bezahlt, sondern von seinen Spendern.

Das und die Androhung von Anwälten und Klagen gegen Kritiker entspricht nicht dem selbst­ge­pflegten Image eines jungen Mannes, welcher sich alleine und aus dem Kinder­zimmer der Über­macht des unfairen, links­grün­ver­si­fften Estab­lish­ments zu erwehren versucht.

Solche und andere Beispiele, welche es zuhauf etwa auf www.digitale-patrioten.de einzu­sehen gibt, schaden der Glaub­wür­digkeit der gesamten Szene extrem. Sie sind außerhalb der Szene sehr bekannt, innerhalb (aus den sogleich aufge­führten Zensur­gründen) leider nicht. Es greifen die Mecha­nismen der Filter-Bubble. Zudem ergehen sich die Payt­rioten häufig bei der geringsten externen Kritik in pathe­ti­schen Verbrü­de­rungs­gesten, ohne die kriti­sierte Sache als solche zu adres­sieren und aus dem Weg zu schaffen. Wer als Kritiker also einen Patrioten recht­mäßig wegen solch einer Doppel­moral bloß­stellt, hat das Risiko, gleich einer ganzen Phalanx von Payt­rioten und ihren hundert­tau­senden, blind aufge­hetzten Followern gegen­über­zu­stehen.

Zensur auf paytriotischen Kanälen

Es findet auf den Kanälen sowohl auf YouTube als auch auf Telegram eine aktive Zensur durch die Mode­ra­toren statt. Da diese Mode­ra­toren in engem Austausch mit dem Kanal­in­haber sind, muss davon ausge­gangen werden, dass der Kanal­in­haber diese Zensur ange­ordnet hat oder zumindest still­schweigend duldet. Niklas Lotz zum Beispiel filtert alle Kommentare auf seinem YouTube Kanal, welche das unver­fäng­liche Wort „Massen­ge­schmack” enthalten. Ihr könnt es selbst testen.

  • Schreibt einen Kommentar unter eines seiner Videos, zum Beispiel „Hallo”.
  • Öffnet in einem Inko­gnito-Fenster, also ohne Log In in euer YouTube-Konto, das Video. Wenn ihr euren Kommentar sehen könnt, gut. Wenn nicht, dann steht ihr bereits auf Niklas Lotz‘ Block­liste und es wird gar nichts mehr von euch veröf­fent­licht (oder ihr habt ein anderes geblocktes Wort benutzt). Ihr seid damit in einem „Shadowban”: Ihr selbst könnt eure Kommentare sehen, aber niemand sonst. Das ist das perfide an dieser Art von YouTube-Zensur.
  • Schreibt nun einen weiteren Kommentar mit eurem einge­loggten Account unter das Video, zum Beispiel: „Was Massen­ge­schmack da gemacht hat, ist echt nicht fair. Freiheit für Niki!”
  • Reload des Inco­gnito-Fensters und ihr werdet sehen, euer Kommentar ist nicht zu sehen. Euer unter 1 geschrie­bener Kommentar aber schon. Niklas Lotz wird den Kommentar mit dem Wort „Massen­ge­schmack” nur nach händi­scher Prüfung frei­schalten. Je nach Art der Kritik, wird er also wahr­scheinlich gar nicht zu sehen sein. Dazu schaut euch seine älteren Videos an und ihr werdet in den Kommen­taren keine oder nur sehr weich verpackte Kritik lesen. Teil­weise scheint es aber so, dass Lotz mit dem Löschen der kriti­schen Kommentare nicht mehr hinter­her­kommt, wie unser Video zeigt.

Ihr glaubt das geht tech­nisch nicht? Doch, YouTube erklärt hier diese Funktion der Zensur von Schlag­wörtern ganz offen.

Warum machen die Payt­rioten diese Form der Zensur? Weil sie keine Kritik aushalten. Und speziell Niklas Lotz macht dies aus geschäft­lichen Inter­essen. Er ist inter­es­siert an klickenden Spen­den­schafen, welche sein nächstes Buch kaufen. Da ist natürlich ein Hinweis auf ein gerichts­festes (!!!) Kritik­video, welches an seiner persön­lichen Inte­grität rüttelt, reines Gift.

Diese geschil­derte Zensur von abwei­chenden Meinungen steht eklatant im Wider­spruch zu den Idealen der Bewegung, welche sich in der heutigen Zeit zual­lererst dem freien Austausch aller Meinungen und der Öffnung des Overton-(Meinungs-)Fensters verschrieben hat (Meinungs­vielfalt). Payt­rioten müssen Kritik aushalten und sich endlich stellen, nicht diese wegzen­sieren oder mit Stroh­mann­ar­gu­menten ad acta legen. Niklas Lotz sollte sich – als wich­tigen Schritt seines bis heute hinaus­ge­zö­gerten Erwach­sen­werdens – für solch offen­sicht­liche Zensur zudem öffentlich entschul­digen.

Abziehen von Geldern vs. Medienprodukte

Das Prinzip der Oppor­tu­ni­täts­kosten besagt, dass bei der Wahl vorhan­dener Optionen durch die Auswahl einer Option einem die Nutzen der nicht ausge­wählten, anderen Option(en) entgehen. In einfachen Worten:

Ein (Spenden-)Euro kann nur einmal ausge­geben werden.

Die Spen­de­n­euros, welche an die Payt­rioten gehen, werden in privaten Konsum über­führt. Das kann zum Beispiel eine Pizza­lie­ferung oder ein Hut sein, oder ein neues Haus. Gleich­zeitig fehlen diese Spen­de­n­euros dann für die tatsäch­liche Vorbe­reitung und Durch­führung von Akti­vismus. Das Beschaffen von Demo­ma­terial, Flug­blätter, Ordner­westen, Anfahrts­kosten… all dies kann von den verkon­su­mierten Euros nicht mehr finan­ziert werden.

Das Spen­den­schaf selbst spendet nicht doppelt, da es in seiner eigenen Kauf­kraft limi­tiert ist. Aus eigener Beob­achtung der Autoren machen die Follower der Payt­rioten zudem häufig den Eindruck, dass es sich nicht um sonderlich finanz­starke Indi­viduen handelt, sprich: diese Menschen sparen sich ihre Spenden vom Munde ab. Gleich­zeitig gehen die tatsäch­lichen Wünsche dieser Spen­den­schafe nicht in Erfüllung, die Ziele der Bewegung werden durch 10-Minuten+X‑lange Tages­nach­rich­ten­kom­men­tie­rungen nicht erreicht.

(Fun Fact am Rande: Warum sind denn eigentlich fast alle diese Videos, wo die Payt­rioten kurze Nach­richten kommen­tieren, länger als 10 Minuten? Richtig, weil YouTube ab 10 Minuten mehr Mone­ta­ri­sierung bietet.)

Es ist vermehrt zu beob­achten, dass die Payt­rioten zuletzt in einige Aktionen „inves­tiert” haben, bzw. sich selbst mal aus dem Haus hinaus­bewegt haben. Das sind jedoch Alibi-Aktionen, mit denen sie sich gegen Kritik immu­ni­sieren möchten. Ein Carsten Jahn beispiels­weise spricht lediglich 5 Minuten auf einer mehr als einstün­digen Demo vor viel­leicht 20 Teil­nehmern. Dies ist ein Beispiel für fehlende Effi­zienz im Einsatz der Spen­den­mittel, dazu mehr bei den Lösungs­an­sätzen. Dieser Einsatz recht­fertigt nicht mehrere tausend Euro an Spen­den­geldern für Jahn, sofern das bei ihm der Fall wäre (was durch Trans­parenz ganz einfach durch ihn nach­ge­wiesen werden könnte).

Fehlender Aktivismus

Aus verschie­denen Gründen hat die Bewegung ein Problem in Deutschland, tatsäch­lichen Akti­vismus auf die Straße zu kriegen. Es ist Fakt, dass der linke Akti­vismus deutlich stärker ausge­prägt ist. Die Helden der Spen­den­schafe, die Payt­rioten, sind selbst keine Stra­ßen­ak­ti­visten. Sie verbringen ihre Zeit in der Einbau­küche, vor dem Green­screen oder mit dem Hund spazierend im Park. Akti­vismus? Fehl­an­zeige.

Einige Payt­rioten haben diesen offen­sicht­lichen und sie am meisten bedro­henden Wider­spruch bereits erkannt. Sie versuchen nun, über die oben bereits benannten Alibi-Aktionen einen Akti­vismus vorzu­spielen, welcher jedoch im wahren Leben nicht exis­tiert bzw. die Bewegung nicht als Ganzes voran­bringt. Wer stadt- und regio­nal­be­kannten Akti­vismus sehen möchte, kann statt­dessen Mal die Vita von Sven Liebich als Referenz heran­ziehen – an dessen jahre­langen Stra­ßen­ak­ti­vismus kommt keiner der Payt­rioten auch nur ansatz­weise heran.

Viele Spen­den­schafe wissen dies alles und wissen auch um das Fehlen eines Akti­vismus. Für die Schafe stellt sich die Alter­native:

  1. Aufstehen, Frisch­machen, Raus­gehen, bei Regen und Kälte, und selbst Akti­vismus betreiben.
  2. Sitzen­bleiben, ein Bier aufmachen, und den Spen­den­button klicken… Und noch mal klicken… Und…

Für viele Spen­den­schafe ist heute leider Alter­native b) die traurige Realität. Damit hat sicherlich auch die Coro­na­krise etwas zu tun. Für die Spen­den­schafe ist der Klick auf den Spen­den­button eine Art Ablass­handel. Ihre Sünde, die eigene Antriebs­lo­sigkeit (Trägheit), wird scheinbar durch einen Klick auf den Spen­den­button geheilt und der Heiland kann ihnen weiter von der digi­talen Kanzel aus die Tages­nach­richten predigen und durch das Vorlesen des Super­chats die Abso­lution erteilen. Betrachtet diesen Artikel also als das payt­rio­tische Equi­valent zu Martin Luthers 95 Thesen.

Lösungsansätze – #GutePatrioten

Wie können die genannten Probleme gelöst werden hin zu einem besseren, die Bewegung unter­stüt­zenden Akti­vismus?

Transparenz aller Einnahmen

Wich­tigste Maßnahme, um den Payt­rio­tismus stärker hin zur Orien­tierung an den Zielen der Bewegung zu bringen, ist die voll­ständige Trans­parenz aller Einnahmen.

Die Einnahmen setzen sich zusammen aus:

  • Super­chats (oder ähnliches, zum Beispiel Twitch Bits), wobei YouTube hier 30% des gespen­deten Betrages einbehält. Bei einer Spende von 500€, was durch Screen­shots belegt keine Seltenheit ist, behält YouTube ganze 150€ – in Worten: einhun­dert­fünfzig Euro – ein.
  • YouTube-Werbe­ein­nahmen
  • Website Werbe­ein­nahmen
  • Paypal-Über­wei­sungen, wobei Paypal je nach Art der Über­weisung auch prozentual beteiligt wird
  • Bank­über­wei­sungen
  • Abos, Kanal­mit­glied­schaften, Premium-Tele­gram­kanäle, Patreon. Das Ganze mögli­cher­weise noch unter­teilt in verschiedene Mitglied­schaften mit aufstei­genden Preisen, z.B. Bronze, Silber, Gold, Platin oder gleich in fünf verschiedene: Populist, Dissident, Aktivist, Revo­lu­tionär und Welt­retter, mit dem 50-fachen – in Worten: fünf­zig­fachenPreis­un­ter­schied (Link)
  • Geschäfts­führer-/Ange­stell­ten­ge­hälter in eigens für die Tätigkeit gegrün­deten Firmen
  • Gewinn­aus­schüttung als Gesell­schafter der eigens für die Tätigkeit gegrün­deten Firmen
  • Veräu­ße­rungs­ge­winne von Gesell­schaf­ter­an­teilen (z.B. Aktien, GmbH-Anteile) aus eigens für die Tätigkeit gegrün­deten Firmen
  • Frei­be­ruf­liche Einnahmen als Dienst­leister für die eigens für die Tätigkeit gegrün­deten Firmen
  • Tantiemen
  • Rück­erstat­tungen
    • Beispiels­weise erfolg­reiche Prozess­führung und Erstattung der Rechts­an­walts­kosten durch die Gegen­seite, insbe­sondere wenn die eigenen Auslagen vorher durch Spenden finan­ziert wurden
  • Lizenz­ein­nahmen, beispiels­weise durch Marken­rechte, Musik, etc.
  • Verkaufs­erlöse, beispiels­weise Merchan­dising
  • Spen­den­aufrufe, zum Beispiel Kick­starter
  • Weitere, je nach Einzelfall

Diese große Anzahl an poten­ti­ellen Einnah­me­quellen ist für den durch­schnitt­lichen Follower nicht ersichtlich und selbst mit großem Recher­che­aufwand fast unmöglich zu ermitteln. Er sieht immer nur einen kleinen Ausschnitt und auch nur das, was der Medi­en­macher zulässt. Der Follower spendet also in gutem Glauben, dass der Medi­en­macher tatsächlich nur mit seiner kleinen Spende weiterhin tätig sein kann, der Follower wird damit zum zitierten, unwis­senden Spen­den­schaf.

Abhilfe kann nur dadurch geschaffen werden, dass:

  • In einem ersten Schritt der Paytriot konse­quent privat veran­lasste Einnahmen (z.B. Arbeits­ein­künfte, Miet­ein­nahmen, etc.) von den durch die Tätigkeit für die Bewegung veran­lassten Einnahmen auftrennt
  • Danach alle durch die Tätigkeit für die Bewegung veran­lassten Einnahmen öffentlich sichtbar im Internet für jeden Inter­es­sierten zur Einsicht bereit­stellt. Dabei müssen die Namen und Daten von Spendern anony­mi­siert werden, wie es das Daten­schutz­recht fordert. Jede Einnahme ist zu kenn­zeichnen mit:
    1. Indi­vi­du­eller Spenden-ID je Einnahme
    2. Herkunft (z.B. Superchat zzgl. Hinweis auf den Namen des Live­streams, Paypal, Bank)
    3. Zweck­be­stimmung, sofern vorhanden
    4. Datum der Einnahme
    5. Höhe der Einnahme
    6. Ob die Einnahme zwischen­zeitlich zurück­er­stattet wurde und in welcher Höhe

Wie geht das?

Natürlich werden die Payt­rioten erklären, das sei ja alles gar nicht möglich und NIEMAND mache das. Doch, jeder gemein­nützige Verein macht das für seine Mitglieder. Zunächst sind einmal alle Konten in privat und geschäftlich zu trennen. Geschäfts­konten sind bei Paypal beispiels­weise einfach zu bekommen. YouTube als solches bringt den Payt­rioten sowieso nur geschäft­liche Einnahmen, dort muss nichts getrennt werden. Danach je Spen­den­ein­nahme zum Beispiel ganz einfach mit teil­weise anony­mi­sierten Screen­shots und einer öffentlich einseh­baren Excel­ta­belle arbeiten. Oder man sucht sich (oder program­miert) eine Online-Plattform dafür.

Bis dahin, und da Payt­rioten keiner gere­gelten Tätigkeit nach­gehen, kann man die händische Anstrengung mit Tabelle und Screen­shots schon als vertretbar einstufen. Zumal – falls umge­setzt – von den Payt­rioten keine Hass- und Hetz­videos gegen Spen­den­kri­tiker mehr produ­ziert werden müssen, denn diese Kritiker gibt es bei Trans­parenz ja nicht mehr (oder es gibt keine Spenden mehr).

Transparenz über persönliche Integrität

Es gibt verschiedene Gerüchte darüber, ob Payt­rioten in der Vergan­genheit straf­fällig geworden sind. Frühere Verur­tei­lungen und das Fehlen einer passenden Erklärung können die eigene Inte­grität und damit das Spen­den­po­tential mindern, sodass dieses Thema soweit wie möglich durch die Kanal­in­haber wegzen­siert wird. Im Interview mit Peter Weber beispiels­weise betont Carsten Jahn auffällig, nachdem er vorher in Absprache mit Weber sich auf diese Frage zu seiner poli­ti­schen Vergan­genheit einge­lassen hat, er sei „poli­tisch” nicht straf­fällig geworden während seiner NPD-Zeit. Andere Straf­taten lässt er außen vor. Man weiß damit nicht, ob er außerhalb des Katalogs der poli­ti­schen Straf­taten des Straf­ge­setz­buches verur­teilt wurde. Wir wollen ihm hier einen Vertrau­ens­vor­schuss zukommen lassen und vermuten, er ist tatsächlich – bis auf die viel­zi­tierte Nacht im „Staats­ge­fängnis von Virginia” – nicht straf­fällig geworden.

Um allen Gerüchten aber vorzu­greifen, sollten alle Payt­rioten mit ihren Straf­taten reinen Tisch machen. Das kann zum Beispiel über ein aktu­elles, einfaches poli­zei­liches Führungs­zeugnis zuzüglich Kommen­tierung etwaiger Einträge auf ihrer Webseite geschehen. Damit kann der Follower beur­teilen, ob es sich beim Spen­den­emp­fänger um eine integre Person handelt. Alte Einträge werden per Gesetz auto­ma­tisch aus dem Führungs­zeugnis bei Verjährung entfernt, sofern sie nicht mehr relevant sind. Außerdem werden dort nur rechts­kräftige Verur­tei­lungen einge­tragen. Die Adresse kann – sofern sie nicht bereits öffentlich ist – im Dokument vor dem Upload unkenntlich gemacht werden. Es gibt also keinen berech­tigten Grund, dies nicht zu veröf­fent­lichen. Die Kosten für das Führungs­zeugnis (etwa 20€) sollten für die Payt­rioten durch Spenden schnell wieder ersetzt oder als Betriebs­aus­gaben von der Steuer abge­setzt werden können.

Eine andere Form der Trans­parenz über seine persön­liche Inte­grität sind regel­mäßige Ansprache der Vorstrafen und offener Umgang damit. Michael Stür­zen­berger erklärt regel­mäßig, wie alle seine Verur­tei­lungen durch den langen Arm der Justiz unter frag­wür­digen Mitteln zu Stande gekommen sind, und genau diese Trans­parenz lässt ihn integer erscheinen.

Zweckgebundenheit von Spenden

Ein großes Problem in der Szene ist die fehlende Zweck­ge­bun­denheit der Spenden. Privater Konsum der Payt­rioten und Aktionen zu Gunsten der Bewegung gehen dabei teil­weise fließend inein­ander über. Zunächst müssen die Payt­rioten klar die Zwecke vorab benennen, für die sie Spenden entge­gen­nehmen. Die Spen­den­schafe sollten sich zudem darüber im Klaren sein, ob der Zweck tatsächlich einer Spende würdig ist. Im Folgenden wollen wir ein paar Zwecke gegen­über­stellen.

Unter­stüt­zens­werte Zwecke sind grund­sätzlich:

  • Prozess­kos­ten­vor­schuss/-ersatz* (einschließlich höherer Instanzen) für das Vorgehen gegen die miss­bräuch­liche Rechts­an­wendung gegen die Bewegung, etwa:
  • Anreise zu Demons­tra­tionen und Aktionen (sofern Kosten vertretbar, Einzugs­gebiet nahe liegt und persön­liche Anwe­senheit des Payt­rioten förderlich ist, z.B. in Form von Inter­views, Reden, oder jour­na­lis­ti­schen Beiträgen)
  • Erfor­der­liche Demons­tra­ti­ons­mittel (Laut­sprecher, Mikrofon, Kamera, Kame­ramann, Video­schnitt­pro­gramme…)
  • Partei­spenden
    • Wobei diese direkt an die Parteien der Wahl gehen sollten ohne Inter­mediär

Abzu­leh­nende Zwecke sind grund­sätzlich:

  • Rechts­kosten, zum Beispiel für:
    • Urhe­ber­rechts­ver­let­zungen*
      • Beispiel: Niklas Lotz hat den Kanal „Massen­ge­schmack-TV” wegen angeb­licher Urhe­ber­rechts­ver­letzung abge­mahnt, ist vor Gericht gegangen und hat Kosten von „einigen tausend Euro” zu tragen. Diese Kosten der zur Einschüch­terung ange­dachten Abmahnung und letzt­endlich fehl­ge­schla­genen Klage werden von seinen Spendern bezahlt. Niklas Lotz hätte dies durch eine bessere Kenntnis im Urhe­ber­recht verhindern können.
      • *Die Bewegung sollte im eigenen Interesse lieber Geld für einen Urhe­ber­rechts­lernkurs sammeln und für alle öffentlich verfügbar machen, da die Betei­ligten häufig Verstöße begehen und im Risiko sind, abgemahnt/gestriked zu werden bzw. bereits wurden. Auch im Gegenzug drohen sie beispiels­weise anderen YouTubern mit Strikes, wenn sie sich kriti­siert oder benach­teiligt fühlen – Beispiel „Team Heimat”. Im Allge­meinen verfällt die Bewegung selbst immer mehr in den Trend, das Urhe­ber­recht zur Unter­drü­ckung kriti­scher Meinungen zu nutzen und statt einer vorhe­rigen Kontakt­auf­nahme direkt per Anwalt abmahnen zu lassen. Auch das ist schädlich, weil daran nur Anwälte und Gerichte verdienen.
    • Straf­be­fehle / Prozesse, z.B. wegen Belei­digung, Körper­ver­letzung
      • Patrio­tische Medi­en­macher haben sich in den Rahmen des Gesetzes zu bewegen bzw. sollten Geset­zes­über­tre­tungen nur auf eigenes Risiko tun. Keiner ihrer Follower sollte illegale Akti­vi­täten durch Spenden belohnen, da insbe­sondere das Geld am Ende beim Staat landet. Ausnahmen, die eine Spen­den­sammlung recht­fer­tigen, sind möglich, wenn der voll­ständige Straf­befehl im Wortlaut veröf­fent­licht wird und mindestens zwei namentlich benannte Anwälte in einer summa­ri­schen Prüfung einer Klage gute Erfolgs­aus­sichten beschei­nigen (und auch dies belegt wird vom Medi­en­macher) oder wenn der Medi­en­macher sich in der Szene verdient gemacht hat und durch den Straf­befehl in seiner wirt­schaft­lichen Existenz bedroht ist (Nachweis erfor­derlich).
    • Steu­er­rück­zah­lungen / Steu­er­be­ra­ter­kosten
      • So geschehen etwa zuletzt beim Volks­lehrer. Da keine Angaben darüber bestehen, ob die Payt­rioten ihre Einnahmen 2019 rechts­konform versteuert haben, könnte dieses Thema noch an Brisanz gewinnen im Laufe des Jahres, wenn die Finanz­ämter nach der Corona-Krise wieder voll hoch­ge­fahren werden und die fehlenden Steu­er­erklä­rungen der Payt­rioten auffallen. Bis zum 31.07. haben die lieben Payt­rioten dafür noch Zeit. Da Payt­rioten den ganzen Tag vor dem Internet sitzen und „recher­chieren”, darf davon ausge­gangen werden, dass sie auch selbst ihre Steu­er­erklärung ausfüllen bzw. von eigenem Geld ihren Steu­er­be­rater bezahlen können und diese Auslagen nicht ihren Followern aufbürden.
    • Demo­gelder (bloße Anreise und Anwe­senheit auf der Demons­tration)
    • Sicherheit
      • Wer Angst um seine Sicherheit auf Demos oder Ähnlichem hat, schaltet die Polizei ein und ruft ein paar Freunde und Bekannte an, um gemeinsam auf die Demo zu gehen. Private Sicher­heits­dienste sind für die bekannten Payt­rioten (noch) nicht erfor­derlich. Ihre Kritiker leben jedoch gefährlich.
      • Privat­de­tektive sind eben­falls unnötig, da die Polizei von Amts wegen zur Ermittlung von Straf­taten verpflichtet ist.
    • Fern­reisen
      • Akzep­tabel nur sofern die persön­liche Anwe­senheit unab­dingbar für das Gelingen der Aktion ist (z.B. IB-Mittel­meer­aktion)
      • Nicht akzep­tabel sind Liebes­reisen, beispiels­weise von Deutschland nach Budapest.
    • Staats­schä­di­gende Aktionen ohne Mehrwert
      • Zuviel/­Zu­wenig-Über­weisung des GEZ-Betrages um damit vermeintlich deren Buch­haltung lahm­zu­legen. Diese Aktionen funk­tio­nieren nicht und sollten weder durch­ge­führt noch verbreitet werden. Im Ergebnis führen auch solche Aktionen dazu, Gebüh­ren­er­hö­hungen zu recht­fer­tigen. Solche Systempfeiler wie der ÖRR sind über poli­tische Prozesse zu verändern.

Zieldefinition und Messung der Zielerreichung

Wie jeder andere Unter­nehmer auch, sollten die Payt­rioten ihre eigenen persön­lichen Ziele defi­nieren und bekannt geben, zum Beispiel: „Ich möchte, dass in meinem Heimat­bun­desland die rechts­kon­ser­va­tiven Parteien bei der nächsten Bundes­tagswahl die Mehrheit erlangen.” Die Ziele sollten konkret defi­niert und mit Umset­zungs­zeitraum ange­geben werden. Anhand dieser Ziele sollten dann konkrete Spen­den­zwecke und Aktionen präsen­tiert und – sofern erfor­derlich – dafür Spenden eingeholt werden. Die konkrete Aktion kann in manchen Fällen zunächst auch im Unge­fähren bleiben, weil der poli­tische Gegner bekannt ist, Sabo­ta­geakte durch­zu­führen. In einem solchen Fall ist der rück­wir­kende Nachweis des Einsatzes der Spen­den­gelder durch den Payt­rioten umso wich­tiger.

Die Payt­rioten sollten die Spen­den­zwecke also bei Spen­den­an­nahme trans­parent bekannt geben. Dazu sollten in jedem Dokument oder unter jedem Video, welches Spen­den­mög­lich­keiten (z.B. Superchat) bereithält, die Ziele und – sofern vorhanden – konkreten Zwecke benannt werden. Dies kann in Form eines Links geschehen und darauf sollte – bei Video oder Audio­über­tra­gungen – am Anfang jeder Über­tragung hinge­wiesen werden.

Beispiel 1: „[Begrüßung]… In dieser Live­über­tragung habt ihr die Möglichkeit, den Superchat zu nutzen oder über die in der Videobe­schreibung genannten Bezahl­me­thoden mich zu unter­stützen. Alle Einnahmen nutze ich dafür, um für euch Videos zu produ­zieren. Da ich dies Vollzeit mache, helfen mir eure Spenden, meinen Lebens­un­terhalt zu bestreiten. Ihr findet mehr Details zur Verwendung der Spenden und dem für meinen Lebens­un­terhalt erfor­der­lichen Spen­den­mi­nimum auf meiner Website [Name der Website].”

Beispiel 2: „[Begrüßung]… Wie ihr sicher wisst, wurde ich vor Kurzem wegen soge­nanntem „Hate­speech” von der Plattform verbannt. Mein Anwalt und ich denken, dass eine Klage gegen diese Entscheidung gute Aussichten auf Erfolg hat. In dieser Live­über­tragung habt ihr die Möglichkeit, den Superchat zu nutzen oder über die in der Videobe­schreibung genannten Bezahl­me­thoden mich für diese Klage zu unter­stützen. Alle Einnahmen nutze ich dafür, um diese Entscheidung anzu­fechten. Mein Anwalt sagt, er hält 2000€ für die dafür notwendige Summe. Auf meiner Website [Name der Website] findet ihr die Spen­denuhr sowie den Origi­naltext der Entscheidung und den Kosten­vor­anschlag von meinem Anwalt. Für Bank­über­weisung oder Paypal gebt bitte den Zweck „Hate­speech-Prozess” an. Wenn ich den Prozess gewinne, über­weise ich euch das erstattete Geld anteilig eurer Spen­den­summe zurück. Danke.”

Wir sind der Meinung, dass eine konkrete Ziel­de­fi­nition und daran anknüp­fende Zweck­bindung der Spen­den­ein­nahmen der Bewegung ein hohes Maß an Glaub­wür­digkeit und Profes­sio­na­li­sierung verleihen würde. Es würde auch einige Payt­rioten aus der Lethargie treiben.

Effizienz im Spendeneinsatz

Payt­rioten haben grund­sätzlich die Ange­wohnheit, um Klicks zu gene­rieren und die Ersten zu sein, mit bestimmten Aktionen ins Blaue hinaus und ohne vorherige Prüfung zu agieren. Payt­rioten sollten – insbe­sondere bei größeren Aktionen – sich besser unter­ein­ander koor­di­nieren und eine fach­liche Prüfung ihrer Aktionen vornehmen, bevor sie ihren Followern die Idee präsen­tieren oder gar zu Spenden dazu aufrufen.

Fallbeispiel Frei3

Hagen Grell hat nach eigener Aussage (Stream mit dem Veganen Germanen), circa. 180.000€ in seine Plattform Frei3.de gesteckt. Ein Teil des Geldes, mindestens 80.000€ kam durch einen Spen­den­aufruf zusammen. Wo das rest­liche Geld herkommt ist nicht bekannt, da nicht trans­parent. Ob Grell selbst in der Lage war, 100.000€ aus seinem nicht auf Spenden basie­renden Privat­ver­mögen beizu­steuern, darf bezweifelt werden. Geliefert wurde letzt­endlich eine Plattform, die nach einer Analyse von tech­nisch fach­kun­digen Followern und Kritikern (zu nennen: Der Vegane Germane, Torsten Donner­stein) für einen deutlich nied­ri­geren Preis hätte erstellt werden können.

Zudem hat Hagen Grell in besagtem Stream zuge­geben, circa 50.000€ durch schlechtes Projekt­ma­nagement verschwendet zu haben. Die schwin­del­erre­genden Zahlen sowie das magere Ergebnis verdeut­lichen, dass hier ganz eindeutig Miss­ma­nagement betrieben wurde – entweder durch Fahr­läs­sigkeit oder durch Vorsatz. Das Ganze hat Grell in einem undurch­sich­tigen Firmen­ge­flecht mit Sitz in Ungarn versteckt, wobei er Geschäfts­führer besagter Firma ist und keine Auskünfte über sein Geschäfts­füh­rer­gehalt gibt. Im Stream recht­fertigt er die Stand­ortwahl mit der „patrio­ti­schen Politik Viktor Orbans”, wobei wohl eher der nied­rigere Steu­ersatz und die redu­zierten Publi­zi­täts­pflichten ihn dazu moti­viert haben dürften. Hinzu kommt noch, dass auch Tim Kellner (Profortis) und Oliver Flesch (19vierundachtzig.com) eigene Platt­formen auf den Markt gebracht haben.

Das Beispiel von Frei3.de soll zeigen, dass durch fehlende Profes­sio­na­li­sierung sowie fehlende Abstimmung in der Szene Spen­den­gelder für parallele Projekte einge­trieben wurden, aber das Ergebnis – eine zensur­si­chere, reich­wei­ten­starke Alter­native zu YouTube – nach wie vor nicht exis­tiert. Bei Grell darf man sogar doppelt zahlen – per Spende zur Erstellung der Plattform sowie danach für die Mitglied­schaft auf der Plattform.

Direkte Kommunikation der Teilnehmer

Nach gängiger Praxis – und öffentlich bestätigt von Oliver Flesch auf Radio Deutschland Eins (RDE) – gibt es geschlossene Tele­gram­gruppen, in denen sich einige der Payt­rioten unter­ein­ander direkt austau­schen. Wer dort mit wem schreibt und was genau in diesen Gruppen geschrieben wird, ist vertraulich. Es dient aber wohl nicht der besseren Koor­di­nierung für die „Sache”, sondern lediglich dazu, mehr Geld einzu­nehmen oder gemeinsam gegen Kritiker vorzu­gehen.

Gleich­zeitig gibt es wohl viel Neid und Miss­gunst in der Szene. Regel­mäßig beklagt sich beispiels­weise Flesch in seiner Tele­gram­gruppe darüber, dass fast niemand seine Beiträge teilt, obwohl er umge­kehrt Beiträge von anderen Teilen würde. Oliver Flesch selbst kann man zugu­te­halten, dass er als Reporter beim Deutsch­land­kurier tatsächlich noch echte Recherche mit Neuig­keitswert betreibt, während die anderen Payt­rioten haupt­sächlich Meldungen der Tages­presse kommen­tieren. Fest steht, dass in der Szene selbst genau darauf geachtet wird, wer was von wem teilt und entspre­chend auch eine Rezi­pro­zität einge­fordert wird.

Dieser Mecha­nismus funk­tio­niert in beide Rich­tungen: so wird beispiels­weise Radio Deutschland Eins (RDE) regel­mäßig dafür ange­feindet, Beiträge von Blogs zu teilen, die sich kritisch mit den Payt­rioten ausein­an­der­setzen, obwohl sich RDE diese Beiträge niemals selbst zu eigen gemacht hat. Dementspre­chend wird in einschlä­gigen Kanälen jede Nennung von RDE hart und schnell mit Zensur geahndet und RDE wurde nach Aussage einiger Payt­rioten bereits bei der Polizei ange­zeigt. RDE hat nach eigener Aussage niemals eine Klage zuge­stellt bekommen, womit davon auszu­gehen ist, dass alle Verfahren einge­stellt wurden, sofern es sich nicht um leere Droh­ge­bärden der Payt­rioten handelte.

Superchats

Ein weiterer Kritik­punkt sind die soge­nannten Super­chats auf YouTube. YouTube wird in der Bewegung immer wieder wegen frag­wür­diger Zensur­maß­nahmen zurecht kriti­siert. Zunächst kassiert der Fiskus die in der Dienst­leistung „Superchat” enthaltene Mehr­wert­steuer und dann YouTube 30% Provision von allen Einnahmen. Von 100,00€ verbleiben so nur 58,82€. Somit gehen 41,18€ sofort verloren. Der Rest muss als Einkommen versteuert werden und redu­ziert so ggf. die Endsumme weiter auf unter 50%.

Zudem werden Werbe­gelder von mone­ta­ri­sierten Videos zwar an den Kanal­in­haber ausge­schüttet, der Großteil der Werbe­ein­nahmen verbleibt aber bei YouTube. Wer als Kanal­be­treiber die Bewegung unter­stützen möchte, deak­ti­viert deshalb den Superchat und die Mone­ta­ri­sierung und veröf­fent­licht auf mehreren Platt­formen gleich­zeitig, um den Weg von YouTube vorzu­be­reiten. Und ja, man kann von YouTube wegwollen und gleich­zeitig vor frei3.de warnen, weil Letz­teres nun mal sehr unaus­ge­reift ist. Dies ist kein Wider­spruch, eine bessere Alter­native muss her.

Summa Summarum

In Summe, was wir von den Payt­rioten verlangen:

  • Trans­parenz aller Einnahmen
  • Trans­parenz über konkrete Ziele, persön­liche Hinter­gründe und Moti­vation. Trans­parenz und offener Umgang mit möglichen Wider­sprüchen im eigenen Lebenslauf.
  • Zweck­ge­bun­denheit und Nachweis über die Verwendung aller Einnahmen
  • Es dürfen nicht mehr Einnahmen für den privaten Konsum verwendet werden als für ein einfaches, den Zielen der Bewegung zuträg­liches Leben erfor­derlich sind. Ein Patriot macht ideelle Arbeit und braucht keine hohen Rück­lagen. Wer von den Payt­rioten Arbeits­ein­kommen hat, benötigt kein weiteres Einkommen bzw. nur so viel, wie zur einfachen Lebens­führung erfor­derlich ist („Payt­rioten-Aufstocker”). Dieses Arbeits­ein­kommen ist wiederum trans­parent zu machen, falls zusätzlich Spenden für die Lebens­führung verwendet werden sollen.
  • Sinn­voller, ziel­ge­rich­teter, effi­zi­enter und koor­di­nierter Einsatz aller Einnahmen, welche über die private Lebens­führung hinaus­gehen, für die Ziele der Bewegung
  • Konse­quente Demo­ne­ta­ri­sierung von Platt­formen (z.B. YouTube), welche die Ziele der Bewegung bekämpfen. Es geht darum, dass diese Platt­formen kein oder so wenig Geld wie möglich von der Bewegung erhalten.

Wer alle diese Maßnahmen unter­stützt, sollte dies über den Hashtag

#GutePatrioten

kundtun.

Warum? Zunächst mal braucht es eine kurze und knappe Zusam­men­fassung dieser Forde­rungen, die erkennbar ist für Leser dieses Artikels. Dieses Hashtag ist neu und damit noch nicht in den Zensur­filtern der Payt­rioten, das heißt, wenn dieses Hashtag zensiert würde, so kann davon ausge­gangen werden, dass die Payt­rioten jedwede Kritik und Gegenrede tatsächlich auch nach Lektüre dieses Artikels weiterhin bekämpfen. Es ist gleich­zeitig unver­fänglich: Keine der genannten Forde­rungen ist radikal, und Nutzer des Hashtags machen sich auch nicht mit dem Autor des Artikels oder etwaiger Fehler in diesem Artikel gemein, sondern lediglich mit den Forde­rungen. Eine wie auch immer geartete Kontakt­schuld – auch wenn sie euch von den Payt­rioten einge­redet wird – gibt es nicht.

Zu einem besseren Online-Patriotismus

Die patrio­tische Online-Bewegung muss sich in den nächsten Jahren profes­sio­na­li­sieren und darf nicht mehr durch die Unglaub­wür­digkeit der Payt­rioten beschädigt werden. Für die Bundes­tagswahl 2021 ist eine aktive und profes­sio­nelle Bewegung unent­behrlich, um auch zu entspre­chender poli­ti­scher Reprä­sen­tation zu führen. Deshalb bedarf es neben der Forderung zur Umsetzung der oben aufge­führten Maßnahmen noch weiterer, meta­po­li­ti­scher Akti­vi­täten.

Vergebung

Fehler, welche von den genannten Kanal­be­treibern in der Vergan­genheit gemacht wurden, sollten ihnen vergeben werden, sofern sich die Kanal­be­treiber einer Besserung geloben und diese auch zeitnah und trans­parent umsetzen. Spen­den­schafe sollten – sofern sie sich betrogen fühlen – ihre Spenden zurück­fordern ein langes Herum­reiten von nicht direkt Geschä­digten auf vergan­genen Verfeh­lungen der Payt­rioten ist bei Gelöbnis zu Besserung jedoch nicht förderlich, vielmehr sollte das Publi­ka­ti­ons­datum dieses Artikels als „Tag X” ange­setzt werden für den Neuanfang der Szene. Ein Rück­blick muss natürlich erfolgen, um von vergangen Fehlern zu lernen und sie nicht zu wieder­holen. Die Erfah­rungen im Umgang mit Zensur­maß­nahmen in der eigenen Szene könnten beispiels­weise hilf­reich sein, um Maßnahmen staat­licher Zensur besser zu erkennen und zu bekämpfen.

Restitution

Die Payt­rioten haben im vergan­genen Jahr einige Kanäle, vor allem idea­lis­tische, knallhart beschimpft und verleumdet. Diesen Kanälen muss – auch wenn sie mögli­cher­weise an manchen Stellen tatsächlich Fehler gemacht haben – der Weg zurück in die Bewegung geöffnet und ihre Ausgrenzung endlich beendet werden. Wir sind ihnen zu Dank verpflichtet, weil sie das Problem der Payt­rioten schon vor Erscheinen dieses Artikels erwähnt und trotz persön­licher Nach­teile standhaft kriti­siert haben. Namentlich zu nennen sind hier: Sven Liebich, Radio Deutschland Eins, Digitale-Patrioten.de, und die vielen, vielen unbe­kannten Helden, die vom digi­talen Mob der Payt­rioten fertig­ge­macht wurden.

Meidung und Aufklärung

Der Konsum von Medi­en­in­halten solcher Kanal­be­treiber, welche sich unseren Forde­rungen wider­setzen, sollte von nun an gemieden und ihre verblie­benen Follower auf die hier aufge­stellten Forde­rungen konse­quent aufmerksam gemacht werden. Dies muss über alle möglichen Kanäle geschehen, weil die wider­spens­tigen Kanal­be­treiber es auf jedem Wege verhindern wollen werden, dass dieses Dokument ihre Follower erreicht.

Hinweis: Als Autoren erlauben wir ausdrücklich die kostenlose Weiter­ver­breitung dieses Artikels in jedweder Form sowie dessen Modi­fi­kation. Eine Auto­rennennung ist nicht erfor­derlich. Im Gegensatz zu einigen Payt­rioten möchten wir nicht, dass das Urhe­ber­recht als Waffe gegen Kritiker miss­braucht wird – wie bereits hier geschehen.

Standhaft gegen Gewalt und Morddrohungen

Es sollte zudem öffentlich gemacht werden, wie sich die Payt­rioten im Einzelnen mit den Forde­rungen ausein­an­der­setzen und wie der Status der Umsetzung ist. Dazu sollten Blogs und Beob­achter der Szene sich vernetzen sowie auch die Leser dieses Artikels beitragen, zum Beispiel unter dem Hashtag #PAYTRIOTENWATCH. Telegram könnte hier ein ideales, weil anonymes und vor der gefähr­lichen Rache einiger Payt­rioten geschütztes Medium sein. Da mit der Umsetzung der oben genannten Forde­rungen Geschäfts­mo­delle in Höhe von vielen tausenden Euro vor dem Aus stehen würden, ist mit aktiver Gegenwehr zu rechnen.

Für die Payt­rioten selbst besteht nämlich die Gefahr vor einem Abstieg in Hartz4, manche müssten ihr Vermögen und ihre Immo­bilien veräußern, bevor sie Anrecht auf staat­liche Unter­stützung hätten. Außerdem werden sowohl ihre Mitar­beiter also auch mögli­cher­weise einige ihrer Mode­ra­toren Gegenwehr leisten. Gerade die Mode­ra­toren haben viel zu verlieren, verdanken sie doch ihre relative Macht­po­sition – mögli­cher­weise sogar ohne fach­liche Quali­fi­kation – als Zensoren nur der geschlos­senen Filter­blase, in der sie sich bewegen.

Mit hoher Wahr­schein­lichkeit werden die Payt­rioten diesen Artikel daher mit hoher Energie zu igno­rieren versuchen. Wenn dies nicht mehr funk­tio­niert, werden sie ihn ins Lächer­liche ziehen wollen, uns Nähe zu wahl­weise Verfas­sungs­schutz, der Linken, Angela Merkel oder George Soros unter­stellen. Es dauert immer ein bisschen, bis so ein langer Artikel in der Bewegung Fuß fasst und die Leute sich die Forde­rungen haben durch den Kopf gehen lassen.

Die Follower können das halb­seidene Verhalten ihrer Idole sehen und letzt­endlich macht es bei vielen Klick, und sie brechen aus der Schaf­s­herde aus, das dauert bei manchen etwas länger als bei anderen. Wenn das der Fall ist und die ersten Schafe ausbrechen, kommt die kritische Zeit für die Payt­rioten: Dann wird jedes Teilen des Artikels eine Lösch­orgie und persön­liche Drohungen gegen den Teilenden nach sich ziehen. Oder um es mit Carsten Jahns Worten zu sagen: „Wenn ihr Menschen mit Herz seid, wenn ihr noch irgendwas Mensch­liches in euch habt, dann verzichtet ihr auf das Teilen dieses Artikels.” Mit anderen Worten: Wer Kritik oder enthül­lende Fakten teilt, ist nach dieser Logik kein Mensch mehr und hat natürlich auch keine Menschen­rechte mehr. Diese Form von Entmensch­li­chung ist aus den dunkelsten Tagen der deut­schen Geschichte bekannt und wir distan­zieren uns eindeutig von jedweder Form der Entmensch­li­chung.

Eine nie dage­wesene Verteu­felung dieses Artikels durch die Payt­rioten ist anzu­nehmen und auch dass – wie in der Vergan­genheit bereits geschehen – mit Anzeigen, Doxxing oder gar körper­licher Gewalt gegen Autoren, Kritiker und deren Fami­li­en­an­ge­hörige gedroht wird und „hundert­tau­sende Follower” zur Menschenjagd aufge­rufen werden. Carsten Jahn wollte sogar Leuten auf Facebook nach­spio­nieren und sie dann zuhause besuchen, wenn sie es am Wenigsten erwarten, und „wenn es das letzte ist, was ich tue” (Zitat Carsten Jahn). Zuletzt wurden gar aus dem Dunst­kreis der Payt­rioten an Kritiker Mord­dro­hungen verschickt.

Für die mutigen und aufge­wachten (Ex-)Follower der Payt­rioten muss es heißen: Standhaft bleiben! Lasst euch von diesen Drohungen nicht einschüchtern und verteidigt eure Freiheit: Freiheit der Rede, Freiheit der Meinung, Freiheit von stän­digen Bedro­hungen durch Payt­rioten.

Das unter dem Arti­kelende befind­liche FAQ soll zudem einigen zwei­felnden Followern eine Orien­tierung geben, wie mit aufkom­mender Kritik umzu­gehen ist. Das Teilen der Forde­rungen dieses Artikels ist richtig und macht euch zum Teil einer wich­tigen, weil reini­genden patrio­ti­schen Whist­leb­lower-Bewegung.

Whistleblower

Eine besondere Rolle kommt den Mode­ra­toren der Payt­rioten zu: Mode­ra­toren, die bei besagten Kanal­be­treibern tätig sind und sich nicht wohl fühlen mit den Befehlen ihrer Dienst­herren, sollten sich anonym an den Betreiber des Blogs „Digitale Patrioten” – Kontakt­daten hier – oder an einen anderen Vertrau­ensmann ihrer Wahl wenden, um Öffent­lichkeit zu schaffen: Ihr Mode­ra­toren sollt wissen, dass ihr nicht alleine seid und dass es bei Drohungen durch die Kanal­be­treiber genug Mittel und Wege gibt, euch zu schützen. Natürlich sollten die Mode­ra­toren selbst schnellst­möglich aus ihrer Rolle aussteigen – ein Bedarf für gute und recht­schaffene Mode­ra­toren exis­tiert immer und auf anderen Kanälen.

Das System der Zensur, welches die Payt­rioten versuchen aufrecht­zu­er­halten, funk­tio­niert nur mit willigen Helfern. Diese bekommen zum Dank viel­leicht mal ein T‑Shirt mit dem Konterfei des Dienst­herren (so geschehen als Weih­nachts­ge­schenk 2019 beim Digi­talen Chro­nisten), aber der Löwen­anteil der Spenden verbleibt beim Kanal­be­treiber. Zumal zeigt der Fall von „Nuclear Winter”, heute Mode­ra­torin unter anderem beim YouTube-Kanal von RDE, vormals bei Carsten Jahn, dass bei Kritik am Kanal­be­treiber der Mode­ra­to­ren­status sofort und ohne Begründung und Dank entzogen werden und auch danach noch Belei­di­gungen und Drohungen folgen können.

Von Idealisten lernen

Nicht zu vergessen sind die bereits erwähnten Idea­listen, welche mit ihrer Erfahrung und ihrer Willens­kraft seit Jahren „ihr Ding” durch­ziehen. Payt­rioten sollten auf dem Weg hin zur Trans­parenz und Zweck­ge­bun­denheit ihrer Spen­den­ein­nahmen von diesen Idea­listen lernen, denn die Einnahmen werden sicherlich weniger werden. Michael Stür­zen­berger hat zum Beispiel eine voll­kommen trans­pa­rente und öffent­liche Vereins­satzung sowie Mitglie­der­an­träge für seine Bürger­be­wegung Pax Europa online. Von ihm ließe sich gute Vereins­führung lernen.

Metapolitik und Schlussbemerkung

Bei aller Kritik wünschen wir den genannten und auch nicht genannten Payt­rioten nur das Aller­beste und hoffen, dass wir sie mit unseren Argu­menten zurück auf den rechten Weg bringen können. Wir sind für jeden Einzelnen dankbar, der sich in der Bewegung enga­giert. Wir hoffen, dass sie sich die Kritik zu Herzen nehmen und ihre Arbeit stärker in glaub­haften und wirk­samen Akti­vismus über­führen und mehr Trans­parenz in ihr Handeln bringen. Deutschland braucht jeden Einzelnen von euch für eine poli­tische Wende.

Lang­fristig muss die gesamte Bewegung aktiver und mehr Forde­rungen auf die Straße bringen. Jedem Follower der Payt­rioten ist daher grund­sätzlich anzu­raten: Glotze aus, Arsch hoch, raus auf die Straße. Akti­vismus findet jeden Tag statt.

Die rechts­kon­ser­vative Medi­en­arbeit muss zudem über einen großen Medi­en­konzern insti­tu­tio­na­li­siert werden (Deut­sches „FOX-News”), welcher auch eine YouTube-Alter­native aufbaut. Die jetzigen „Alter­na­tiven” Frei3, Profortis & Co. sind tech­nisch voll­kommen unaus­ge­reift, um größeres Publikum anzu­ziehen. Dazu braucht es eine hohe Inves­ti­ti­ons­summe, eine lang­fristige Stra­tegie und einen meta­po­li­ti­schen Unterbau zum Gelingen eben­dieser Stra­tegie. Alle drei Voraus­set­zungen fehlen derzeit in Deutschland, weshalb das Problem der Payt­rioten uns wohl leider noch länger beschäf­tigen wird. Mit diesem Artikel jedoch hat jeder einzelne Leser das passende Werkzeug erhalten, um den Payt­rio­tismus hin zu mehr Trans­parenz und Verant­wort­lichkeit in die richtige Richtung zu bewegen. Wir bleiben dran und werden bald eine hoffentlich positive, erste Bilanz ziehen können. Und wenn nicht, folgt Version 2 unseres Payt­rioten Reports.


FAQ auf die vorhersehbare Kritik

Die Lektüre dieses langen Artikels hat vermutlich beim Leser viele Emotionen ausgelöst. Dies ist verständlich. Regel­mäßig werden bei Artikeln wie den obigen bestimmte Fragen aufge­worfen. Wir wollen euch diese direkt beant­worten, damit ihr direkt weiter­denken und handeln könnt.

Q: WER HAT DAS GESCHRIEBEN!?!?!?
A: Ist doch egal. Lies dir den Inhalt durch.

Q: Seid ihr vom Verfassungsschutz/Sven Liebich/Michael Stürzenberger/ X / Y / Z ?
A: Siehe vorherige Antwort.

Q: Ihr äußert euch positiv über Person X. Seid ihr selbst diese Person oder mit dieser Person befreundet?
A: Siehe vorherige Antwort.

Q: Hat euch jemand bezahlt für dieses Pamphlet?
A: Siehe vorherige Antwort.

Q: Der Betreiber des Blogs „Digitale-Patrioten.de” hat diesen Text geschrieben, richtig?
A: Nein. Er hat ihn veröf­fent­licht.

Q: ANZEIGE IST RAUS?!?!?!?!
A: OK.

Q: Mache ich mich strafbar, wenn ich diesen Artikel teile?
A: Nein. Entgegen der rechts­un­kun­digen Meinung mancher Payt­rioten ist das Teilen von Pres­se­ar­tikeln nicht strafbar. Alle hier genannten Personen sind Personen des öffent­lichen Lebens, und damit einer Bericht­erstattung zugänglich. Alle genannten Fakten sind im Internet über YouTube und andere Platt­formen frei und öffentlich einsehbar. Deshalb hinter­legen wir auch so viele Links als Nachweis. Du begehst auch mit dem Teilen keine Urhe­ber­rechts­ver­letzung, da wir als Autoren und Inhaber des Urhe­ber­rechts explizit das Teilen dieses Artikels erlauben – kostenlos. Du darfst sogar daran weiter­schreiben, eine Gegenrede verfassen, ein Wiki aufmachen, dir sind keine Grenzen gesetzt.

Q: YouTuber X ist nicht in der Liste. Wo wäre er denn zuzu­ordnen?
A: Mache selber den patrio­ti­schen Turing-Test, die Formel ist einfach. Was sind die Moti­va­toren von X, um tätig zu werden?

  • IDEOLOGIE ► Idealist
  • GELD ► Geschäf­te­macher
  • IDEOLOGIE UND GELD (nur in beiden Fällen zusammen) ► Paytriot

Dann kannst du die rich­tigen Forde­rungen an ihn stellen. Du kannst das mit ihm zusammen in einem seiner Live­streams machen: Superchat 1€ (das Minimum bitte), Inhalt: „Hey, lass uns mal den patrio­ti­schen Turing-Test machen. #Gute­Pa­trioten” Denke auch daran, dass sich die Moti­vation verschieben kann. Beispiels­weise könnte ein Paytriot nach einer großen Erbschaft etwa zu einem Idea­listen werden und auf Zusatz­ein­nahmen verzichten, da er durch sein neu erlangtes Vermögen nicht mehr auf das Spen­dengeld ange­wiesen ist – oder er verzichtet nicht. Denke selbst.

Q: Einnahmen sind Privat­sache. Warum sollen die Payt­rioten ihre Einnahmen offen­legen? (Trump legt ja auch nicht seine Steu­er­erklärung offen).
A: Das ist rechtlich in den meisten Fällen korrekt. Dort jedoch, wo zweck­ge­bunden für eine spezielle und vorher defi­nierte Sache „Spenden” gesammelt werden, handelt es sich um eine Schenkung und der Schen­kende hat Anspruch darauf zu erfahren, wie mit seiner Schenkung verfahren wurde. Um es für alle einfacher zu machen, sollten solche zweck­ge­bun­denen Sachen lieber über öffent­liche Platt­formen wie etwa GoFundMe.com erfolgen und nicht über Privat­konten der Payt­rioten.

In allen anderen Fällen, wo ohne Zweck­be­stimmung Spenden einge­sammelt werden, gibt es keinen recht­lichen Anspruch auf Offen­legung, aber der viel­zi­tierte Anstand gebietet es, nur maximal in dem Umfang Spenden einzu­sammeln, die man zu einem einfachen, gere­gelten Leben benötigt. Wenn du selbst spendest, frage dich doch: Würdest du deinem Spen­denziel auch dann noch spenden, wenn du wüsstest, dass er bereits 10.000€ einge­nommen hat diesen Monat? Bekommst du selbst mehr zurück, wenn er durch deine Spende 10.050€ zur Verfügung hat? Du kennst die Antwort auf beide Fragen und hast sicher genug Empathie, um zu wissen, dass ein Großteil der Spen­den­schafe dann eben­falls von einer Spende absehen würde. Es gibt Platt­formen wie Patreon, wo man monatlich spenden kann und wo alle Spen­den­levels öffentlich einsehbar sind. Das funk­tio­niert überall auf der Welt, nur bei den Payt­rioten nicht.

Über die Anfor­de­rungen an ein einfaches Leben hinaus­ge­hende Spenden sind vom Payt­rioten zurück­zu­über­weisen oder an einen vorher defi­nierten, höheren Spen­den­zweck umzu­leiten. Beides kann nur mit voll­stän­diger Offen­legung der Spen­den­ein­nahmen nach­ge­wiesen werden. Das eine bedingt das andere.

Q: Ist das Ganze nicht eine typisch deutsche Neid­de­batte?
A: Nein. Payt­rio­tismus schadet aktiv der Bewegung. Die Bewegung fußt auf Idea­lismus und alle Gelder, die bei Followern eingeholt werden, müssen den IDEALEN der Bewegung und konkreten Aktionen zu Gute kommen, und nicht dem Lebens­un­terhalt von Video­pro­du­zenten. Um es in den Worten eines großen, in diesem Artikel erwähnten Philo­sophen zu sagen: „Geld ist Energie.” Für die Zukunft kannst du dir Folgendes merken: Irgendwann werden diese Zahlen sowieso öffentlich. Irgend­einer der Payt­rioten wird aus Unacht­samkeit oder mit Wissen und Wollen genug Infos leaken. Und dann kann jeder grob zurück­rechnen, wie viel Geld in diese Payt­rio­ten­szene geflossen ist. Und dann wird man diese Summe vergleichen damit, was man statt­dessen hätte alter­nativ auf die Beine stellen können. Und dieser Vergleich wird immer zugunsten dieser alter­na­tiven, den IDEALEN der Bewegung zu Gute kommenden Aktion ausfallen.

Eine viel­dis­ku­tierte Aktion ist seit Langem eine bundes­weite Flug­zet­tel­aktion. Das Bedrucken würde ungefähr einen fünf­stel­ligen, maximal niedrig sechs­stel­ligen Betrag kosten. Alleine Hagen Grell hat diese Summe für seine tech­nisch hoff­nungslos veraltete Plattform bereits einge­worben, EINE PERSON! Was glaubst du was dort insgesamt einge­worben wurde in der Szene in 2019? Und jetzt vergleiche: Deine tägliche YouTube-Beschallung durch die Payt­rioten versus eine bundes­weite Flug­zet­tel­aktion, wo JEDER, auch DU, auf die Straße geht und beim Verteilen mithilft: Was hilft der Bewegung mehr? Na, merkste selbst.

Q: YouTuber X hat gesagt, er hört jetzt auf mit YouTube. Am Schlimmsten wären die ganzen Hater aus den eigenen Reihen. Fühlt ihr euch nicht schuldig deswegen?
A: Nein. Wir sind keine Hater. Wir wollen, dass die Spen­den­schafe nicht weiter abge­zockt werden und Geld in sinn­volle meta­po­li­tische Aktionen zum Wohle der ganzen Bewegung einfließen, nicht in Privat­konsum von Payt­rioten in unbe­kannter, weil intrans­pa­renter Höhe. Wer wegen unserer Forde­rungen oder der Kritik in diesem und ähnlichen Artikel aufhört, ist – nach dem patrio­ti­schen Turing-Test – ganz klar ein reiner Geschäftsmann, also nur des Geldes wegen auf YouTube unterwegs, und solche wollen wir in der Szene sowieso nicht haben.

Q: Ich glaube ich bin selbst ein Spen­den­schaf. Wie komme ich da wieder raus?
A: Weise den Payt­rioten deiner Wahl auf die hier genannten Forde­rungen hin – #Gute­Pa­trioten – und prüfe seine Reaktion. Häufig wird dir das schon die Augen öffnen. Danach erstmal die ganzen Payt­rioten deabon­nieren und kalten Entzug machen. Am besten raus vor die Tür gehen und mal selbst im Kleinen ein bisschen Stra­ßen­ak­ti­vismus machen. Nach 4 Wochen Entzug prüfe für dich selbst, ob du die Payt­rioten wieder abon­nieren willst. Selbst wenn du es willst, wirst du sie danach mit offe­neren, besseren Augen sehen. Von außerhalb der Schafs­weide, dort wo das Gras am Saftigsten ist und außer Reich­weite des harten Schä­fer­stocks.

Q: Hört auf zu spalten und zu hetzen. Habt ihr nichts Besseres zu tun?
A: Leider ist das Thema der Spen­den­ab­hän­gigkeit seit mehr als einem Jahr Dauer­thema, weil die Wider­sprüche im Verhalten der Kanal­be­treiber zu den von ihnen propa­gierten Idealen immer offen­sicht­licher und die Spen­den­summen immer absurder werden. Immer mehr ehemalige Follower melden sich, dass sie nicht zufrieden sind, wie mit ihnen durch die Kanal­be­treiber umge­gangen wurde, sobald sie auf das Thema des Spen­den­ein­satzes hinge­wiesen haben. Das Thema kann weit­gehend ad acta gelegt werden, sobald die oben genannten Forde­rungen umge­setzt wurden. Die Zeit, die in diesen Text geflossen ist, entspricht einem Bruchteil der Zeit, die sich mit Beschwerden von enttäuschten Followern und den grotesken Reak­ti­ons­videos der Kanal­in­haber darauf füllen lässt. Da das Thema nicht kleiner wird, sollte es lieber in einem großen Aufwand für die nächsten Jahre erledigt werden. Darüber hinaus ist Infor­ma­ti­ons­auf­be­reitung keine Hetze, sondern Jour­na­lismus. Faktische Fehler im Rahmen der Recherche des Artikels können an den Blog­be­treiber mit Gegen­beweis gemeldet werden und führen zu einer Korrektur, wie es bei sauberer Pres­se­arbeit üblich ist.

Q: #Gute­Pa­trioten – Was Besseres ist euch nicht einge­fallen?
A: Nö. Mach gerne einen Gegen­vor­schlag.

Q: Schämt ihr euch nicht, dass ihr für die Linken die ganze Arbeit macht?
A: Wir machen unsere Arbeit für eine effek­tivere, patrio­tische Bewegung. Wir sind stolz darauf. Denk nach.

Q: Ihr seid doch nur arme, links­grün­ver­siffte Versager?!
A: *määähhh*


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Die Wahrheitssuchende
Die Wahrheitssuchende
21. Juli 2020 10:21

Danke , für diesen ausführ­lichen, sach­lichen Artikel. Er bestätigt all das, was ich seit längerem beob­achte und mich immer wieder fassungslos macht.
Bleibt zu hoffen, das diese hervor­ra­gende Zsam­men­fassung der „Payt­rio­ti­schen Szene „ ihre gebüh­rende Aufmerk­samkeit findet.
Vielen Dank an alle Aufklärer, bitte macht weiter so!

PatriPatrol
PatriPatrol
21. Juli 2020 11:02

WOW
Danke­schön, für diese umfas­sende un detail­lierte Darstellung dieser Szene und die konti­nu­ier­liche Arbeit dahinter!✨✨

Erstaunlich bis erschre­ckend, Wenn man mal kompri­miert liest, was für eine para­sitäre Szene sich da im Halb­schatten entwi­ckelt hat.

Rainer M.
Rainer M.
21. Juli 2020 11:43

Geniale Zusam­men­fassung der aktu­ellen Lage.
Das war bestimmt viele Arbeit!
Sehr sachlich und objektiv.

#Gute­Pa­trioten

Lutz Kirschner
Lutz Kirschner
21. Juli 2020 12:04

Ui. Da habt Ihr Euch aber richtig viel Arbeit gemacht. Aber Eurer Defi­nition eines Payt­rioten zufolge, habt Ihr Einen meiner Meinung nach falsch einge­ordnet.
Tim Kellner. Kellner ist nicht nur ein Geschäf­te­macher, er ist ein Paytriot. Er hat aus seiner Ideo­logie ein einträg­liches, lukra­tives Geschäfts­modell gemacht. Auch der Tatsache geschuldet, dass er aufgrund seines Werde­gangs für den Arbeits­markt weitest­gehend verbrannt ist, musste er diesen Weg beschreiten. Wegen seiner krimi­nellen Umtriebe wurde er 2017 aus der Polizei geworfen, nachdem er 7 Jahre lang noch auf Kosten des Steu­er­zahlers lebte (vom Dienst suspen­diert, aber weiter Dienst­bezüge erhalten), 2017 wurde Kellner aus seinem Rockerclub geworfen. Er musste 35.000 € Steuern nach­zahlen aus einnahmen von Prosti­tu­ti­ons­ge­schäften und ist mehrfach vorbe­straft. Seit 2017 ist Kellner hyper­aktiv im Internet (Facebook, YouTube) zugange. Seine einzige Chance war, seine Ideo­logie zu Geld zu machen. Auf YouTube betreibt er mit seinen Inhalts­losen Videos, die ohne Argu­men­tation aber mit viel verstecktem Hass und beißendem, herab­wür­di­genden Hohn und Spott aufwarten einfach nur Clickbait, damit der Rubel rollt (Kanal ist mone­ta­ri­siert), immer wieder bettelt er um Spenden, damit Andere ihm seine Prozesse, Verfahren und Abmah­nungen bezahlen. Noch nie hat er in irgend einer Form mal Rechen­schaft über seine Spen­den­ak­tionen abgelegt, oder über seine vielen angeb­lichen Anzeigen gegen Poli­tiker, ZDF und Enter­tainer etc. Gerne bezeichnet auch Kellner seine Kritiker als Sabo­teure und vom Feinde bezahlt und preist ganz nebenbei seine Produkte aus seinem Fanshop an. Alles in Allem ist Tim Kellner ein Para­de­bei­spiel für das Geschäfts­modell: Ideo­logie gegen Geld.

Gast
Gast
21. Juli 2020 13:22

von diesem report sollte sich alle eine scheibe abschneiden. es muss sich einige ändern und schnell. geht es um politik oder ums geld schäffeln? bekennt farbe payrioten!

Weberknecht
Weberknecht
21. Juli 2020 16:02

Hervor­ragend! Ein weiteres Gold­stück (im echten Sinne) auf diesem Blog. Ich bin sicher, dieser Bericht macht bereits in den privaten Tele­gram­ka­nälen die Runde, wo sich diese Geschäf­te­macher absprechen. Der eine oder andere kommt bestimmt ins Schwitzen. Deshalb TEILEN TEILEN TEILEN

#Gute­Pa­trioten

Bärchen2020
Bärchen2020
21. Juli 2020 17:08

Armseelige Seite und für Bild und Co zahlen die Leute auch oder für den Staatsfunk ARD ZDF..Und das macht Demo­kratie und Meinungs­freiheit aus das es mehrere Infor­ma­ti­ons­quellen gibt. Und ob man selbst dafür bereit zu zahlen ist doch jedem selbst über­lassen ausser bei der GEZ Zwangs­gebühr. Haben sie auch eine Seite über digitale Antifa oder Linke?

Namenloser Patriot
Namenloser Patriot
21. Juli 2020 20:46
Antwort an  Bärchen2020

Bei Bild + ÖR bekommen Sie Infos aus erste Hand, bei den Payt­rioten werden nur die Meldungen von Bild + ÖR vorge­lesen oder einge­blendet gegen Extra-Geld.

Die Payt­roiten verwendet das Geld für iPhone, Play­station, Urlaub und Kiffen.

Bärchen2020
Bärchen2020
21. Juli 2020 23:49

Wenn jemand Zeit und Arbeit inves­tiert und Infor­ma­tionen zusammen trägt dann kann man das auch Hono­rieren. Seltsam das vieles sich auch als wahr heraus stellt was man auf diesen Kanälen als Infos bekommt oder auch dem entspricht was auf den Straßen passiert. Und woher wollen sie wissen was diese Leute mit dem Geld machen, haben sie eine Glas­kugel. Sie verall­ge­meinern und Hetzen das ist das gleiche was diesen Menschen unter anderem vorge­worfen wird. Schlechte Argu­men­tation ihrer­seits meiner Meinung nach. Und nochmal die Frage wo ist der digitale Antifa oder Linke ansonsten ist das ganze hier doch substanzlose und nicht ernst zuneh­mende Diffa­mierung.

Der Jahnsager
Der Jahnsager
22. Juli 2020 00:25
Antwort an  Bärchen2020

Warum schreibst du hier unter falschem Namen, Carsten Jahn?

Namenloser Patriot
Namenloser Patriot
22. Juli 2020 01:58
Antwort an  Bärchen2020

Wenn man die Nach­richten von anderen kopiert, stimmen die natürlich oft. Die Bettler haben trotzdem oft Fake-News im Angebot.

Glas­kugel habe ich nicht. Für Aktionen oder für echte Projekte wird das Geld nicht ausge­geben. Das Geld wird zu 99% privat verbraucht, weil sie nicht arbeiten wollen. Carsten Jahn, der Ignazi und seine Lilly sind alle arbeitslos.

Gast
Gast
21. Juli 2020 21:02
Antwort an  Bärchen2020

@Bärchen 2020
Artikel Lesen, dann hättest du deine Antwort gehabt.

Namenloser Patriot
Namenloser Patriot
21. Juli 2020 20:23

Vermutlich werden viele der geld­ab­hän­digen Patrioten nicht auf diesen Text eingehen. Die wollen keine Trans­parenz, denn die fehlende Trans­parenz ist wichtig damit die Euros rollen. Geld + Wider­stand gehören für die zusammen und in genau dieser Reihen­folge.

Keine Meinung
Keine Meinung
21. Juli 2020 23:57

Ich denke dieser Text wird an Aktua­lität nicht verlieren. Den kann man auch in einem halben Jahr noch an ein zwei­felndes Schaf schicken. Das hier ist alles sehr gut zusam­men­ge­fasst. mit BELEGEN. alles nach­ge­wiesen. Guter Wein braucht lange zum reifen.

Ulrike Anders
Ulrike Anders
21. Juli 2020 22:02

Das Schlimme ist, wenn man diesen Schlaf­schafen Fakten unter die Nase hält, die sind wie nach einer Lobo­tomie. . Null zugänglich. Ich meine ich muss zugeben, dass ich mich kurz­zeitig bei H M verlaufen habe, aber als ich Fakten gelesen habe, war ich weg wie nix. Manche scheinen mit ihrem Förde­rer­status auch das Gehirn an den Meist­bie­tenden zu verscha­chern.

Bärchen2020
Bärchen2020
21. Juli 2020 23:52
Antwort an  Ulrike Anders

Beispiele?
Mit Verlinkung wenn Sie was erreichen und ändern wollen nicht nur bloße Behaup­tungen.

Keine Meinung
Keine Meinung
21. Juli 2020 23:56
Antwort an  Ulrike Anders

Sie konnten aus Ihrer Erfahrung lernen, Glück­wunsch.
Beim Rest ist es eine psychische Blockade. Wie im Artikel schön darge­stellt: Die Payt­rioten üben subtilen Druck aus. Nur wenn du zahlst, nur wenn du mir folgst, dann bist du im Club. Wenn du den Mund auf machst, bist du für IMMER UND EWIG raus. Da haben viele Schafe Angst davor, denn sie wissen nicht wohin.

Bärchen2020
Bärchen2020
22. Juli 2020 00:35
Antwort an  Keine Meinung

Beispiele welcher Pa(y)triot hat wann und in welchem Video subtil Druck ausgeübt, würde das gerne wissen. Ich infor­miere mich über ein breites Meinungs­spektrum sowohl links als auch rechts hab das aber noch nicht nicht mitbe­kommen. Helfen sie mir, bitte auf die Sprünge. Finde es seltsam viele dieser Payt­rioten geben Quellen für ihre Aussagen an, seien sie so fair und tun dies auch.

Kasten Yawn
Kasten Yawn
22. Juli 2020 06:25
Antwort an  Bärchen2020

Schauen Sie in die Tele­gramm­gruppe Team Heimat, die Regeln: Dort heißt es: Es ist verboten sich negativ über Youtuber zu äußern. Das ist ein Zensur­pa­ra­graph. Carsten Jahn will es genau so.

Team Heimat Offiziell
Team Heimat Offiziell
22. Juli 2020 10:40
Antwort an  Kasten Yawn

comment image

In unserer Tele­gramm­gruppe Team Heimat ist es zudem verboten, Youtube-Videos der Konkurrenz d.h. anderer Patrioten und Geld­pa­trioten zu teilen, denn du sollst keine anderen Youtuber neben NPD-Gott-Jahn haben.

Rate mal mit rosenthal
Rate mal mit rosenthal
22. Juli 2020 14:24

Was macht ihr Payt­rioten wenn alles gelaufen ist? Was lest ihr dann vor Comics oder Angebote von Aldi und Co.

Namenloser Patriot
Namenloser Patriot
22. Juli 2020 02:25
Antwort an  Keine Meinung

Du hast es voll­kommen richtig beschrieben. Will man, dass die Chat­nach­richt zur Kenntnis genommen wird, schreibe einen kosten­pflich­tigen Superchat. Wenn man Kritik äußert, zack, wirst du gesperrt. Bei einigen sogar wenn die Frage harmlos und berechtigt ist z.B. bei Peter Weber: Frage nach Klaus Kelle, zack Sperre. Frage bei Carsten Jahn, zack Sperre.

Ulrike Anders
Ulrike Anders
22. Juli 2020 12:18

Kann ich bestä­tigen. Mein Mann fragte nach Kelle und hatte dann noch die „Frechheit” fest­zu­stellen, dass Posts nicht gelöscht, sondern verborgen werden. Kaum hatte er einen Screenshot gemacht und er war gesperrt.

nt1pr
nt1pr
22. Juli 2020 12:20

An sich eine gute Magister-Arbeit oder war das eine Doktor-Arbeit. Sie beinhaltet aller­dings einen gravie­renden Fehler! Es handelt sich nicht um Spenden sondern um Schen­kungen oder Vergü­tungen. Beide sind beim Empfänger steu­er­pflichtig. Einige Payt­rioten können froh sein, daß die Landes-Medien-Anstalten nicht so genau hinsehen. Denn einige der Payt­rioten brauchen nämlich eine Rundfunk-Lizenz für ihre life chats.

Die Anonymen Chronisten
Die Anonymen Chronisten
22. Juli 2020 12:50
Antwort an  nt1pr

DC (Thomas Grabinger) hatte Stress mit der Medi­en­an­stalt von Berlin und Bran­denburg (mabb). Seitdem hat er ein Fake-Impressum mit einer Adresse aus Fulda auf seinem Kanal:

https://www.youtube.com/c/DigitalerChronistAlternative/about

Seine echte Adresse ist:

Thomas Grabinger
Schlie­mannstr. 11
10437 Berlin

Anne
Anne
22. Juli 2020 12:01

Schöner Artikel. Ich habe viel neues erfahren wie alles zusam­men­hängt.

Ulrike Anders
Ulrike Anders
22. Juli 2020 12:39

. „Heiko jetzt gehöre ich auch zum Team.” Fassungslos Naidoo bedankt sich bei Schrang. Nadoo steht da in einem T Shirt, erkennen, erwachen, verändern. War ein 24 Std. Post von Naidoo.

Der Weg ist das Ziel
Der Weg ist das Ziel
22. Juli 2020 14:08

Langsam aber sicher verliert Jahn seinen Verstand, er wird täglich größen­wahn­sin­niger !!!

Der Seher
Der Seher
22. Juli 2020 18:12

Sein Youtube Konto wird bald gelöscht.
Ich habe eine Glas­kugel.

Test
Test
5. August 2020 20:49
Antwort an  Der Seher

Carsten hat Verbin­dungs­pro­bleme.
Woran das liegen mag weiss keiner..
https://youtu.be/KxIAVtC_pxE

Lutz Kirschner
Lutz Kirschner
22. Juli 2020 14:23

Und das Spiel geht munter weiter. Tim Kellner ist nach 10 Tagen YouTube-Sperre wegen Hassrede wieder online und was passiert? In seinem gest­rigen Video sagt er, er ruft ja nicht öffentlich zu Spenden auf, aber.… „Wer mich in meinem Kampf für die Meinungs­freiheit unter­stützen will, für den blende ich hier meine Konto­nummer ein.” Und die Leute sind tatsächlich so dumm und werfen ihm ihr Geld hinterher.
Ein Kommen­tator z.B.schrieb: „Meine Unter­stützung von 300 € ist unterwegs”.

Die Leute merken nicht, oder wollen es nicht merken, dass er sie nur abzockt.

Mein Junge hat das geschrieben
Mein Junge hat das geschrieben
22. Juli 2020 18:05

Carsten Jahn und Thomas Grabinger – Die Abkas­sierer von Remscheid und Berlin
Eine stin­kende Spenden-Ergau­nerei?
von Rache wird kalt serviert

Carsten Jahn ist ein geld­gie­riger Glatzkopf, der in Remscheid lebt. Grabinger, der gerne Chabad-Hüte trägt, wohnt in Berlin und übt sein Psycho-Lachen.

Als sie durch das Schlaf­zim­mer­fenster einen schreck­lichen Aufklärer namens Digitale Rebellen einsteigen sehen, lachen sie.

Carsten, der wie eine mit Steinen gefüllte Kartoffel aussieht und nach zerrie­bener Kotze mit Durch­fallsoße riecht, singt ein Lied darüber, wie man mit Sprech­durchfall Spen­den­schafe abkas­siert. DC stimmt in den Chor mit ein.

Die Digi­talen tricksen Jahn aus, damit er aus seinem Fenster fällt, indem sie ihm sagen, dass draußen ein Rib-Eye-Steak mit Kräu­ter­butter liegt. 
Klar, dass Jahn und Grabinger aufge­halten werden müssen, bevor sie noch mehr Spen­den­schafe abkas­sieren, und sie machen sich an die Arbeit, um eine Falle zu erfinden.

Während­dessen beginnt Jahns Gewissen in einer Höhle vor den Toren Remscheids zu vermuten, dass es falsch ist, Liefer­service zu veräppeln, und wird der Jagd nach Rib-Eyes über­drüssig. Er beschließt fortan, als Vege­tarier zu leben.

Nach einem kurzen Gespräch, bei dem es um eine erfundene Spen­den­quittung und 7‑Jahn-NPD-Kumpels ging, schließen sich Vergeltung und Digitale zusammen, und bauen ein Katapult, das Kraut­salat abfeuert. Sie locken die beiden Abkas­sierer an, indem sie einen großen Mund­geruch-Hügel in Remscheid anlegen.

Fort­setzung folgt.

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Christa laue
Christa laue
23. Juli 2020 12:53

Der Grabinger kann ja noch nicht mal vernünftig einen Satz aussprechen,den Satz noch nicht mal zu Ende geredet da kommt schon dieses lang­ge­zogene ääääää ‚einfach furchtbar ‚den zuzu­hören ist schon nervig ohne Ende,wer spendet bloß an solche Pfad­finder was

Heinz
Heinz
22. Juli 2020 22:57

Ihr habt aber noch einige vergessen z.B. Martin Sellner (Sche­kelner) und Alt-Kike.

Hallo Mein.Geldistweg.ung
Hallo Mein.Geldistweg.ung
6. August 2020 12:21
Antwort an  Heinz

Meinst du, die werden hier das gewisse Nasen Thema begut­achten, wenn ein Stür­zen­berger hier in größten Tönen gelobt wird?
Blau Weiß steht wohl für die Finan­zierung aus Israel.

Bundesrepublikaner (oder auch LoiLoScope)
Bundesrepublikaner (oder auch LoiLoScope)
23. Juli 2020 10:35

Zitat:
Die rechts­kon­ser­vative Medi­en­arbeit muss zudem über einen großen Medi­en­konzern insti­tu­tio­na­li­siert werden (Deut­sches „FOX-News”), welcher auch eine YouTube-Alter­native aufbaut.

Das ist mein Reden „seit ewig“.
Es wäre ja möglich gewesen, dass sich die Patrioten aller Couleur zusam­men­getan hätten (incl. sogar einer bestimmten Partei!), um im Netz eine seriöse und attraktive Wochen- oder gar Tages­zeitung zu instal­lieren.
.                          Etwa DIE NEUE WELT
Aber nichts dergleichen. Jeder will solo der King sein und sogar anderen das Wasser abgraben.

DIVIDE et IMPERA!
Kaum jemand besorgt das so perfekt wie die Alter­na­tiven selber.

Mein Vorschlag:
Dass sich die Deut­schen ein einziges mal über­winden und über ihren Bedenkenträger‑, Eigen­brötler- und Besser­wisser-Schatten springen und die über 100 „sons­tigen Parteien” dazu bringen, eine Wähler­ver­ei­nigung zu bilden.
.      Dann gäbe es statt irre langer Stimm­zettel mit irre vielen Parteien einen Stimm­zettel, auf dem es neben den sattsam enttäu­schenden „Altpar­teien“ nur einen einzigen zusätz­lichen Kreis gäbe.
.      Der wäre dann auch für bisherige Nicht­wähler und für die Schlaf­schafe eine verlo­ckende Gele­genheit, sich für all die Demü­ti­gungen durch die Regie­renden und deren Mitläufer zu „rächen“…
Das wäre dann eine unblutige Revo­lution über den Stimm­zettel.
Geht.
Nur begreifen müssten das alle, auch die PaYt­rioten.

Einen Anfang hat bereits Clemens Kuby laut seiner Rede in Augsburg gemacht.
(Sucht bei YouTube nach „Augsburg Frie­dens­kund­gebung (Grund­rechte Demo) vom 04.07.2020 Clemens Kuby”. Dort ab Minute 14:33)
Mit freund­lichen Grüßen

Bundesrepublikaner (oder auch LoiLoScope)
Bundesrepublikaner (oder auch LoiLoScope)
23. Juli 2020 11:54

Steht „PaYtriot“ Peter Weber eigentlich sogar über dem Gesetz?
In seinem YouTube-Video „Daten­schutz? Fehl­an­zeige! Hamburg sammelt Fluggast-Daten. HALLO MEINUNG hat mal nach­ge­fragt…” veröf­fent­licht Herr Weber offen­kundig den Ton eines vor der Kamera mitge­schnit­tenen Tele­fon­ge­spräch mit einer Behörde.
Wundert mich.
.      Ist das nicht sogar ausdrücklich verboten und erheblich strafbar?
Sein Video hat >4.500 sowie unter HALLO MEINUNG sogar >6.000 Aufrufe und ist immer noch online.
Oder ist es ein Fake, nur ein Schau­spiel?
M.f.G.

Herr Lich
Herr Lich
23. Juli 2020 14:49

SEHR SEHR gute Frage!
Die ange­ru­fenen Personen wurden am Anfang des Gesprächs nicht darauf hinge­wiesen, dass das Tele­fonat aufge­zeichnet wird!
Man sollte dies an die entspre­chenden Behörden melden, das könnte mächtig Ärger für das kleine Peterchen geben…

Rudolf Schulze
Autor
Rudolf Schulze
23. Juli 2020 15:36
Antwort an  Herr Lich

Wir sind dabei in dieser Sache zu „ermitteln”.

Abon­nieren Sie unbe­dingt den DP Telegram-Kanal: https://t.me/DigitalePatrioten
Dort gibt es Extra-Infos.

Herr Lich
Herr Lich
23. Juli 2020 15:39
Antwort an  Rudolf Schulze

Sehr gut Herr Schulze, das dachte ich mir 😉

Herr Lich
Herr Lich
23. Juli 2020 21:26
Antwort an  Rudolf Schulze

DP längst bei Telegram abon­niert und ordentlich geteilt, sowie:
https://t.me/DigitalePaYtrioten

Freue mich bezüglich des kleinen Peter­chens auf neue Infos von Euch!

Anonymous
Anonymous
23. Juli 2020 22:07
Antwort an  Rudolf Schulze

Sie können gerne unsere Plattform https://vids.theoven.lol/ nutzen.
Wir sind pro Meinungs­freiheit.

Ingrid
Ingrid
23. Juli 2020 15:25

Als treue Leserin eurer Artikel beglück­wünsche ich die Digi­talen Patrioten zu diesem abermals hervor­ra­genden Beitrag. Egal wer das geschrieben hat …er hat mit jedem Wort absolut Recht.
Ich weiß gar nicht genau welchen der jeweils allen sehr guten Abschnitt aus diesem Pulitzer Preis (

https://de.wikipedia.org/wiki/Pulitzer-Preis#:~:text=J%C3%A4hrlich%20gibt%20die%20Pulitzer%2DJournalisten,ca.%2015.000%20US%2DDollar. )

verdäch­tigen Manu­skript das man als ” Fibel der # Guten Patrioten ” in jede Bibliothek stellen könnte ich nun Kommen­tieren soll.

Als Tier und Menschen liebende Person habe ich mich mal für das Kapitel ” Spenden Schafe ” entschieden.
Um zu analy­sieren warum diese Schafe ihr Geld verschleudern muss man wissen wer den eigentlich die Follower dieser Payt­rioten eigentlich sind.

Das sind nämlich zu fast 90 % Rentner oder Menschen die kurz vor der Verrentung stehen. Die Jungen sind doch entweder poli­tisch über­haupt nicht inter­es­siert oder bereits so links-grün indok­tri­niert das sie garan­tiert nicht diesen Bettel Patrioten folgen sondern eher einer Greta Thunberg oder der BLM Bewegung.

Ich glaube auch das die besagten Follower mehreren Bloggern gleich­zeitig folgen so das man nicht eine sehr hohe Gesamtzahl dieser Schafe annehmen kann. Trotzdem ist jedes Schaf das an diese Leute spendet eines zuviel.

Viele Rentner bekommen von ihren eigenen Enkeln keine Wert­schätzung und fallen dann auf den ach so lieben Lausbub ” Niklas ” herein der ja in der Schule angeblich so schlimm von den Migranten Kindern ( die es während seiner Schulzeit an dieser Schule gar nicht gab ) gemobbt und gehänselt wurde.

Ich empfehle hier auch gerne die Videos auf YouTube von Massen­ge­schmack zum Thema ” Lotz­löffel ”

Wieder andere ( vor allem ältere Frauen ) suchen Schutz aus Angst vor Gefahren die es so wie es ihnen die Payt­rioten glaubhaft machen wollen , in der Masse auch gar nicht gibt. Und geraten dann an diese ” harten ” Kerle wie den Jahn der seinen Kritikern ja gerne mal Schläge androht.
Wer ihm spendet so glaubt man , den hat er lieb und wird ihn im Notfall auch schützen. Der liebe Carsten setzt sich in den Zug und kommt aus seinem Millionärs Domizil in Remscheid der Frau XY zur Hilfe.

Dann gibt es noch ( und hier leider auch wieder viele Damen ) die auf das Gesäusel dieses Lack­affen aus Berlin herein­fallen. Der gerne mal ” Winke..Winke..” im Chat macht um sein ” geliebtes Schätzchen XXX ” persönlich zu begrüßen. 5 Minuten später kommen dann ein paar Euro im Superchat herein für den gleichen ” lieben Thomas ” der Augen­blicke später gleich­altrige Frauen als ” Trümmer Dosen ” bezeichnet nur weil sie einer seiner Meinung nach falschen Partei ange­hören.

So etwas hat mit Patrio­tismus oder gar seriösen Jour­na­lismus absolut nichts zu tun , zeugt von einer Unreife tiefsten Ausmaßes und zeigt lediglich die mangelnde Intel­ligenz sich kulti­viert und mit Argu­menten einer Diskussion zu stellen.

Dabei sieht er selbst von hinten so aus wie Elvis Presley dafür aber von vorne wie ” Mensch ärgere Dich nicht ” Wenn er selber nun noch eine ausge­spro­chene Schönheit wäre aber HALLO !!!

Ich verstehe da auch den deut­schen Jour­na­listen Verband auch nicht. Nahezu jeder der Blogger hat ja einen Pres­se­ausweis. Den kann man ja nach deren Aussage fast in einem Kaugummi Auto­maten ziehen.
Hat denn dieser Berufs­stand über­haupt keine Ehre ?
Es kann doch nicht sein das jedermann so einen Ausweis erwerben kann der einen Kanal auf YouTube betreibt.

Frage an die Redaktion ( also an echte Jour­na­listen ) : Stimmt das ? Und warum ist das dann so ?

Das Bank­kauf­leute zu Viro­logen mutieren hört man ja öfter , aber das Bettler zu Jour­na­listen werden können war mir jeden­falls neu.

Weiter im Text.

Dann gibt es noch die Maso­chisten die sich zum Kaffee­kränzchen bei HALLO MEINUNG einstellen.
Auf das Peter Weber sie beschimpft : ” Sendet mir nichts Nega­tives ” ” Lasst mich mit sowas in Ruhe ”
” Das Leben ist zu kurz.…und das hab ich auch meinen Freunden schon gesagt ”
” Ich bin ein erfolg­reicher Unter­nehmer ”

Also mit anderen Worten. Haltet das Maul und über­weist den Förder­beitrag. Wobei dieser Ausdruck an sich auch noch frag­würdig ist. Was fördere ich denn auf HALLO MEINUNG ?
Die freie Meinungs­äu­ßerung die ja schon auf YouTube in der Kommentar Funktion deak­ti­viert ist ?
Oder eher das Bank­konto vom ” erfolg­reichen Bauun­ter­nehmer ” der mit jedem halbwegs promi­nenten Gesprächs­partner seit 70 Jahren befreundet ist.

Aber dann kommen die Verspre­chungen. Das Neuste soll im September kommen. Der Hammer !!! Eine Welt­sen­sation !!!
Ich schätzte er gibt lediglich bekannt das HALLO MEINUNG zur Partei wird und den nächsten Kanzler stellt.
Er als erfolg­reicher Unter­nehmer wird wahr­scheinlich Vorsit­zender und seine getreue Petra aus NRW die Nach­fol­gerin von Frau Merkel.

Ein paar alte Opas werden wohl auch gleich­zeitig zu den anderen Voll­honks dem Rocker Chef Tim K. aus Horn / Bad Meinberg folgen und wehmütig an die gute alte Zeit denken als man noch selbst keine Eisen Hüfte implan­tiert und sich mit Schwung auf die olle Zündapp geworfen hatte.

Ja die Spenden Schafe sind alt. Sehr alt teil­weise. Sie werden sich biolo­gisch diesem Spenden Zirkus entziehen. Es wird sehr schwer für die Payt­rioten in Zukunft neue Schafe zu gene­rieren. Auch weil das Geld für Ältere in Zukunft noch weniger sein wird.
Denn dann wird das Märchen von der Alters­armut Wirk­lichkeit. Die jetzige Rentner Generation hat noch Geld genug. Wie man unschwer am Superchat erkennen kann. Wer für so etwas noch finan­zielle Mittel hat ist nicht arm sondern ein Schau­spieler.

Herr Jahn spricht ja bei der Demo am 1.8 in Berlin von der letzten Chance für unser Vaterland. Und dann kommen seine Leute mit so dämlichen Ausreden wie ” Ich habe kein Auto ” ” Niemand holt mich ab ” ” Mir wächst eine Fistel an der Futt ” ” Meine Hüfte quietscht ” ” Ich hab kein Geld für eine kalte Cola ”

Alles Ausreden für Faulheit. Ihr habt Geld genug und man kann sich auch mal zusammen reißen. Biovital und Franz­branntwein wirken da Wunder. Bitte darauf achten das eine zu Schlucken und das andere einzu­reiben. Für Deutschland und für Carsten Jahn.
Auf geht es…nach Berlin !

Viel­leicht kommt ihr mit Jahn ins Video oder er macht ein Foto mit euch. Kostenlos ???
Fragt doch mal ob er unter der Rubrik ” Sonder­an­gebote ” auch Hand auflegen macht.

Wenn das funk­tio­niert könnte er ja glatt nochmal umziehen und um Unter­stützung bitten. Von Remscheid nach Lourdes. Vorteile ; Eure Hüfte quietscht dann nicht mehr und wir sind ihn endlich los. Soll er den DC gleich mitnehmen und in Paris beim Moulin Rouge absetzen.

Abends gibt es dann das ” Live „. Bitte dafür ausrei­chend Finanz­mittel vorrätig halten.

Oder ihr legt das Geld endlich mal in vernünftige Sehhilfen und Hörgeräte an , verfolgt die von euren Stars selbst immer so verteu­felten jedoch in den Lives gerne vorge­le­senen Main­stream Nach­richten endlich mal alleine , und unter­stützt den wahren , ehrlichen Patrio­tismus. Und der zeigt sich nicht in Frem­den­feind­lichkeit , das Bezahlen von freien eigenen Meinungen , Beschimp­fungen / Löschungen und Sper­rungen oder das kritiklose Anhimmeln häss­licher Mode­ra­toren Fratzen.

Der #gute Patrio­tismus hat hübschere und viel­fäl­tigere Gesichter.

Lutz
Lutz
24. Juli 2020 22:02

Wenn das mal nicht gewaltig nach hinten los geht. DP im www. der Ritter ohne Furcht und Tadel, auf der Straße werden sie niemals sein.Wer im Glashaus sitzt …

Guru-Opfer
Guru-Opfer
28. Juli 2020 07:45

Die Block­warte von den Admins und Mode­ra­toren sämt­licher payt­rio­ti­scher Chats auf Telegram sind ihren Herren dermaßen hörig. Ich weiß nicht, ob diese von den Payt­rioten bedroht werden, anders kann ich mir dieses Verhalten nicht erklären.
Die Admins, Mode­ra­toren und dessen Gurus scheinen auch einen geheimen Sammel-Chat zu haben, wo sie sich unter­ein­ander absprechen.
Sobald man einen Payt­rioten-Chat bei Telegram betritt, wird man sofort durch­leuchtet und wehe, man befindet sich in einer „feind­lichen” Gruppe, wie z. B. die Chat-Gruppe von Liebig, wird man sofort verbannt, ohne auch nur ein Wort geschrieben zu haben. Oder auch man teilt etwas vom digi­talen Patrioten oder digi­talen Payt­rioten Telegram- Kanal, man bekommt auf der Stelle das Schreibrecht für ein oder 2 Wochen entzogen.
Diese Vorkomm­nisse habe ich wieder am Wochenende selbst beob­achtet.
Bei YouTube in den Chats während der Live­streams das selbe Spiel, eine kritische Frage oder Bemerkung und man ist für immer weg vom Fenster.
Den Payt­rioten-Report 2020 hat sich bisher anscheinend kein einziger der Herr­schaften mal zu Herzen genommen, geschweige denn in Betracht gezogen, einen der Vorschläge auch nur ansatz­weise umzu­setzen.

Der Jahnsager
Der Jahnsager
28. Juli 2020 17:31
Antwort an  Guru-Opfer

Das verläuft in Phasen, eine schnelle Verän­derung war (leider) nicht anzu­nehmen. Dafür ist zu viel Geld im Spiel. Es ist wichtig, diesen Report in der Hinterhand zu haben und an die Aussteiger oder Zwei­felnden zu verteilen.
Diese Lisa Licentia war ja auch so eine Spen­dengans und war die erste, die jetzt vor kurzem ausstieg. Zwar aus anderen Gründen, aber in den Leaks ihrer Twitter-DMs hat man gesehen, wie sie ihre dummen Spender bewusst bis zum letzten Moment verarscht hat. Wer Spender von ihr war und das gesehen hat, spendet garan­tiert nie wieder. Leider sind die Leaks nur sehr schwer zu sehen zu bekommen. Aber solche Chats gibt es auch bei den anderen Bettel­mönchen. Schritt für Schritt fallen die alle um. Am meisten Dreck hinter den Kulissen gibt es denke ich bei diesem Niklas Lotz und bei Thomas Grabinger. Bei beiden fallen öffent­liches Image und private Persona komplett ausein­ander. Beides wirklich 100% geld­geile Spen­den­mast­gänse.

Anonymous
Anonymous
28. Juli 2020 21:05
Antwort an  Der Jahnsager

Diese Leaks von Twitter DMs sind einfach. Twitter ist keine sichere Plattform und kann wie Telegram einfach gehackt werden.

Flecky
Flecky
29. Juli 2020 00:21

Sehr guter Service und Bericht­erstattung. Danke an alle die da mit gear­beitet haben ahu ahu ahu

Erika Müller-Lüdenscheid
Erika Müller-Lüdenscheid
19. August 2020 02:14

Schreibt man in den Telegram-Kanälen von z.B. Sven Liebig oder dem Digi­talen Chro­nisten etwas, was denen nicht passt, wird man sofort gesperrt. Bei PI-News darf man nix Nach­tei­liges über Israel posten – da wird der Kommentar nicht veröf­fent­licht, denn Stür­zen­berger ist einer Mode­ra­toren bei PI und er wird vermutlich von israe­li­schen Gemein­schaften unter­stütz (sagen die Internet-Gerüchte).

Gast
Gast
19. August 2020 13:04

Zu Michael Stür­zen­berger: Inter­net­ge­rüchte ohne jeden Anhalts­punkt und ohne jeden Beweis sind wert­loser Schwachsinn. Er wird nicht von Israel unter­stützt. Warum auch. Dies hat er in einer Radio­sendung bei Radio Deutschland Eins vor 2–3 Monaten ausdrücklich klar­ge­stellt und erläutert.

Carsten Jahn Fanboy
Carsten Jahn Fanboy
16. September 2020 00:17

Massig Text
Könnt Ihr das nicht in nen Video erzählen?

inge
inge
16. September 2020 07:53

Lesens­wertes zu den Spen­den­sammlern Michael Ballweg, Bodo Schiffmann und Ralf Ludwig:

Intrans­parenz
Die frag­wür­digen Spenden-Tricks der Anti-Corona-Bewegung
Bei den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen geht es um viel Geld. Doch Recherchen von netzpolitik.org zeigen, dass häufig nicht klar ist, wo Spenden wirklich landen. Promi­nente Akteure werben für eine Firma, die auf einem Konto im Ausland Millio­nen­be­träge sammeln will. Vor allem ein Name taucht immer wieder auf.

…Im Umfeld der Corona-Leugner:innen sammelt eine Vielzahl von Orga­ni­sa­tionen Spen­den­gelder ein. Dabei geht es um viel Geld: Alleine der Quer­denken-Erfinder Michael Ballweg soll im Frühjahr innerhalb weniger Tage 225.000 Euro einge­sammelt haben.
https://netzpolitik.org/2020/intransparenz-die-fragwuerdigen-spenden-tricks-der-anti-corona-bewegung/#vorschaltbanner
15.09.2020